ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2019Versandhandel: Keine Vorteile mehr für ausländische Apotheken

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Versandhandel: Keine Vorteile mehr für ausländische Apotheken

Maybaum, Thorsten; afp

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Der Apothekenversandhandel sorgt seit Längerem für Streit in der Großen Koalition. Foto: dpa
Der Apothekenversandhandel sorgt seit Längerem für Streit in der Großen Koalition. Foto: dpa

Ausländische Versandapotheken sollen einem Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zufolge beim Verkauf rezeptpflichtiger Arzneimittel in Deutschland künftig keine Rabatte und Boni mehr anbieten dürfen. Hintergrund der geplanten Neuregelung ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Dieser hatte entschieden, dass die ausländischen Händler Rabatte und Boni gewähren dürfen. Deutschen Apotheken ist das verboten. Die Große Koalition streitet seitdem über eine Lösung, um einen fairen Wettbewerb wieder herzustellen. Die Apotheker fordern ein Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel. Die CDU sprach sich lange Zeit für ein Verbot aus, die SPD lehnte das ab. Die Partei kündigten nun an, die Eckpunkte aus dem BMG genau zu prüfen. In den Eckpunkten sind darüber hinaus weitere Schritte zur Stärkung der Apotheken geplant. So sollen die Honorare für Notdienste von rund 280 auf rund 350 Euro angehoben und die Dienstleistungen der Pharmazeuten ausgeweitet werden. Zu den neuen Aufgaben zählen die Medikationsanalyse, die Überwachung der Arzneimitteleinnahme und die Betreuung spezifischer Patientengruppen wie Diabetikern. may/afp

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