ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2019Pflege: Neuer TÜV soll mehr Transparenz schaffen

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Pflege: Neuer TÜV soll mehr Transparenz schaffen

Osterloh, Falk

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Um den neuen Pflege-TÜV zu bewerten, hat das Bundesministerium für Gesundheit zwei Monate Zeit. Foto: dpa
Um den neuen Pflege-TÜV zu bewerten, hat das Bundesministerium für Gesundheit zwei Monate Zeit. Foto: dpa

Der Qualitätsausschuss Pflege hat sich auf eine Neufassung des Pflege-TÜVs verständigt. Statt der bisher vergebenen Pflegenoten wird die neue Darstellung der Pflegequalität in den stationären Pflegeeinrichtungen demnach auf drei Säulen beruhen: auf den Ergebnissen von Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder den Prüfdienst der privaten Krankenversicherung, auf Ergebnissen von Qualitätsindikatoren sowie auf Einrichtungsinformationen. Die ersten Prüfungen sollen ab dem 1. November 2019 beginnen, ab dem Frühjahr 2020 werden erste Qualitätsinformationen veröffentlicht und bis zum Ende des Jahres 2020 sollen alle Einrichtungen einmal geprüft worden sein. Bei den Qualitätsprüfungen in den Einrichtungen wird zum Beispiel die Unterstützung Pflegebedürftiger bei der Ernährung, der Körperpflege oder der Wundversorgung überprüft. Die Qualitätsindikatoren messen beispielsweise die Mobilitätserhaltung, inwieweit Druckgeschwüre verhindert und wie oft Bettgitter oder Gurtfixierungen angewandt werden. Zu den Einrichtungsinformationen gehören unter anderem die Erreichbarkeit der Pflegeeinrichtung, die Möglichkeit des Probewohnens oder die Personalausstattung. „Das neue Pflege-Transparenzsystem bietet umfassende Orientierung durch eine Vielzahl von Informationen“, kommentierte der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer. „Gute und weniger gute Qualität wird erkennbar.“ Die neue Transparenz über die Pflegequalität sei ein längst überfälliger Fortschritt für die Bewohner und deren Angehörige. fos

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