ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Krankenhäuser: Deutlicher Rückstand bei der Digitalisierung

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Krankenhäuser: Deutlicher Rückstand bei der Digitalisierung

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-666 / B-544 / C-536

Maybaum, Thorsten

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Viele Kliniken setzen noch auf Papier. Knapp 40 Prozent der untersuchten Kliniken erreichten nur die Stufe 0. Foto: picture alliance
Viele Kliniken setzen noch auf Papier. Knapp 40 Prozent der untersuchten Kliniken erreichten nur die Stufe 0. Foto: picture alliance

Deutsche Krankenhäuser haben im internationalen Vergleich einen erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung und beim Technologieeinsatz. Das berichteten der AOK-Bundesverband und das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) anlässlich des neuen WIdO- Krankenhausreports. Dem Report zufolge erreichten die deutschen Krankenhäuser 2017 in einem internationalen Vergleich auf einer Digitalisierungsskala von Stufe 0 bis 7 im Durchschnitt nur den Wert 2,3. Stufe 0 bedeutet, dass kaum digital gearbeitet wird, während Stufe 7 einem papierlosen Krankenhaus entspricht. Besonders deutlich zeigt sich der mangelnde Wandel bei den kleinen Krankenhäusern unter 200 Betten, die im Mittel nur den Wert 1,3 erreichten. Während Deutschland mit dem Wert von 2,3 knapp 40 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 3,6 liegt, erreichen Länder wie die Niederlande (4,8), Dänemark (5,4) oder auch die USA (5,3) bessere Ergebnisse. WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber sieht als Ursachen unter anderem die mangelhafte Investitionskostenfinanzierung der Kliniken durch die Bundesländer und eine mangelnde Innovationskultur der Häuser. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft bezeichnete die Vorwürfe als „völlig abwegig“. Richtig sei aber, dass die Krankenhäuser deutlich mehr Investitionsmittel benötigten, um die Digitalisierung weiterzuführen. may

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