ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Mehr Gesund­heits­förder­ung, mehr Familienfreundlichkeit

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Mehr Gesund­heits­förder­ung, mehr Familienfreundlichkeit

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): [4]

Glöser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: Davizro Photography/stock.adobe.com
Foto: Davizro Photography/stock.adobe.com

In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Krankenhäuser immer wichtiger, Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Denn künftig wird der Wettstreit um qualifiziertes Personal weiter zunehmen. Das jedenfalls ergab eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, die Kliniken ab 100 Betten zum Thema Arbeitgeberattraktivität befragt haben. Insgesamt nahmen 319 Krankenhäuser an der Umfrage teil.

Vor allem bei den Themen Gesundheitsmanagement und Familienfreundlichkeit gibt es demnach Handlungsbedarf in den Kliniken. Aus Sicht der Studienautoren gilt es, mehr für die Gesundheit der Mitarbeitenden zu tun und diese stärker zu fördern. Derzeit sei die betriebliche Gesund­heits­förder­ung von Mitarbeitern zwar in jeder zweiten Klinik (52 Prozent) von unternehmensstrategischer Relevanz. Doch messbare Ziele seien nur in 31 Prozent der Einrichtungen formuliert. Demgegenüber zähle das Gesundheitswesen zu den Branchen mit den meisten krankheitsbedingten Fehltagen. Zusammen mit den Ausfallzeiten durch Weiterbildung und Urlaub sowie die gesetzlichen Personaluntergrenzen in der Pflege stelle dies die Klinikmanager vor große Herausforderungen.

Anzeige

Weitere Ergebnisse: Inzwischen bietet mehr als die Hälfte der Krankenhäuser eine betriebliche Kinderbetreuung an, entweder über eigene Kindergärten und Kinderkrippen oder über betriebliche Belegplätze in der Umgebung. Zudem gibt es andere Angebote für Mitarbeitende mit Kindern, wie Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramme, familiär bedingten Sonderurlaub oder die Vermittlung von und Zuschüsse für Kinderbetreuung. Darüber hinaus bieten 78 Prozent der Krankenhäuser ihren Mitarbeitenden an, sich während der Elternzeit beruflich weiterzuqualifizieren.

„Im Branchenvergleich sind dies sicherlich gute Werte“, resümierte der Vorstand des Deutschen Krankenhausinstituts, Dr. Karl Blum. „Doch mit Blick auf die längerfristige Fachkräftesicherung werden familienfreundliche Angebote in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.“ sg

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.