ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Europarat: Leitlinien für Umgang mit Gesundheitsdaten vorgelegt

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Europarat: Leitlinien für Umgang mit Gesundheitsdaten vorgelegt

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-663 / B-543 / C-535

Korzilius, Heike

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Der Europarat hat neue Leitlinien für den Umgang mit Gesundheitsdaten in den 47 Mitgliedstaaten veröffentlicht. Ziel sei es, dafür zu sorgen, dass bei der Datenverarbeitung insbesondere das Recht auf Datenschutz und auf den Schutz der Privatsphäre sichergestellt würden. Man wolle angesichts der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen Gesundheitspersonal und Gesundheitsbehörden Leitlinien zum Umgang mit den dort anfallenden sensiblen Daten an die Hand geben. Neben der Forderung, jeweils angemessene Sicherheitssysteme auf höchstem technischen Niveau zum Schutz von Gesundheitsdaten zu implementieren, stellt der Rat klar, dass die Verarbeitung von Gesundheitsdaten nur statthaft ist, wenn sie dem Individuum nützt oder – unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte – die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessern kann. Zu den Prinzipien der Datenverarbeitung gehörten Transparenz über den Sinn und Zweck sowie die weitere Verwendung oder Speicherung der Daten. Eine Zustimmung des Einzelnen ist aus Sicht des Rats stets notwendig. Dieser soll auch ein Recht auf Zugriff und Löschung haben. Persönliche Daten müssten zudem vor unautorisiertem Zugriff, Verlust, aber auch Modifikation oder Veröffentlichung geschützt werden. Die Regelungen befassen sich im Einzelnen mit dem Schutz der Daten ungeborener Kinder, dem Umgang mit genetischen Informationen, dem Datenaustausch zwischen Gesundheitseinrichtungen und -organisationen, der Speicherung von Gesundheitsdaten sowie dem Umgang mit mobilen Daten. HK

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