ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Sexuelle Gewalt im Internet: Ärzte sollen Kinder sensibilisieren

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Sexuelle Gewalt im Internet: Ärzte sollen Kinder sensibilisieren

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-705

dpa

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Soziale Netzwerke und Chats bergen Risiken für sexuelle Gewalt. Ärzte können helfen, dafür zu sensibilisieren. Foto: Anatoly Tiplyashin/stock.adobe.com
Soziale Netzwerke und Chats bergen Risiken für sexuelle Gewalt. Ärzte können helfen, dafür zu sensibilisieren. Foto: Anatoly Tiplyashin/stock.adobe.com

Ärztinnen und Ärzte sollen Kinder nach Ansicht von Fachleuten auf die Gefahren sexueller Belästigung in sozialen Netzwerken aufmerksam machen. Eine große Gefahr sei es etwa, wenn Kinder und Jugendliche freizügige Bilder von sich veröffentlichten, sagt die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Evelyn Heyer im Vorfeld einer Ärztetagung in Kassel. „Es geht darum, Ärzte zu sensibilisieren, Kinder auf Medienkonsum anzusprechen.“

Eine gute Möglichkeit für Mediziner, Jugendliche anzusprechen, sind nach Heyers Ansicht die Jugenduntersuchungen in der Pubertät. Unter sexueller Gewalt verstehen Fachleute nicht nur Übergriffe, sondern auch anzügliche Bemerkungen oder sexuelle Belästigung über das Netz.

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Auch der Organisator der Tagung sieht Handlungsbedarf. „Guter Kinderschutz erfordert gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte und deren Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften“, sagt Dr. med. Bernd Herrmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung. Das werde in Aus- und Weiterbildung bislang kaum berücksichtigt. dpa

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