PHARMA

Kurz informiert

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-696

kw; Grunert, Dustin; EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Keytruda® als Therapieoption bei Plattenepithelkarzinom der Lunge – Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Zulassungsempfehlung für Pembrolizumab (Keytruda, MSD) in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel beziehungsweise Nab-Paclitaxel zur Erstlinientherapie des metastasierenden NSCLC mit Plattenepithel-Histologie bei Erwachsenen erteilt.

Diese Empfehlung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie KEYNOTE-407. In der Studie verbesserte die Behandlung mit Pembrolizumab, ein gegen PD-1 gerichteter Antikörper, in Kombination mit Chemotherapie (Carboplatin plus Paclitaxel oder Nab-Paclitaxel) gegenüber der Behandlung mit alleiniger Chemotherapie signifikant das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben. kw

Anzeige

Quelle: „KEYTRUDA (Pembrolizumab) als Kombinationstherapie beim metastasierenden NSCLC – jetzt auch für Patienten mit Plattenepithelkarzinom“, DGP-Jahrestagung, 14. März 2019, München; Veranstalter: MSD

Dreifach-Fixkombi Trimbow® punktet bei COPD – Ziel der modernen COPD-Therapie ist es, Patienten den Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität zu verbessern. Bei Patienten, die trotz dualer Vortherapie instabil sind, also weiterhin unter Symptomen wie Husten, Dyspnoe oder auch Exazerbationen leiden, könne eine Dreifach-Fixkombination mit LAMA, LABA und einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) Vorteile bieten, erklärte Prof. Dr. med. Michael Dreher, Aachen.

Seit Ende 2017 steht mit Glycopyrronium/Formoterol/Beclometason (Trimbow, Chiesi) die erste LAMA/LABA/ICS-Dreifach-Fixkombination zur Verfügung. Sowohl in den Zulassungsstudien TRILOGY und TRINITY als auch in der aktuellen TRI-BUTE-Studie konnte die Dreifachfixkombination ihre Vorteile hinsichtlich Exazerbationsrate, Lungenfunktionsparameter und Lebensqualität im Vergleich zu dualen Kombinationstherapien (ICS/LABA und LAMA/LABA), einer Monotherapie und einer freien Dreifach-Kombination belegen. Die nicht interventionelle Studie TriOptimize untersucht nun den Einfluss der Dreifach-Fixkombination auf die Lebensqualität und Therapieadhärenz im Versorgungsalltag. kw

Quelle: TRIALOG I/Pressedinner „COPD: Extrafeine Dreifach-Fixkombination dualer Kombination überlegen“, DGP-Jahrestagung, 14. März 2019, Feldkirchen; Veranstalter: Chiesi

Leitfaden zum Melden von Nebenwirkungen erschienen – Welche Nebenwirkungen sollten Ärzte melden und warum? Antworten darauf und weitere Informationen zum Melden von Nebenwirkungen erscheinen in kompakter Form im neuen Leitfaden der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Hier wird gezeigt, wie Ärzte Nebenwirkungen melden sollten und was dabei hinsichtlich des Datenschutzes und der ärztlichen Schweigepflicht beachtet werden muss. Außerdem wird ausgeführt, was mit den Informationen aus den Nebenwirkungsmeldungen eigentlich geschieht.

Den Leitfaden kostenlos herunterladen unter: http://daebl.de/WT35. EB

Quelle: Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Drug Safety Mail 12_2019

Neuer Fertigpen zur Behandlung der multiplen Sklerose – Neben Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit spielen alltagsrelevante Aspekte bei der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) eine entscheidende Rolle.

Mit dem Copaxone Pen® 40 mg (Teva) steht ab sofort ein neuartiger Fertigpen für Patienten mit schubförmig remittierender MS zur Verfügung, der die 3-mal wöchentliche subkutane Gabe vom bewährten Original-Immunmodulator Glatirameracetat 40 mg/ml vereinfacht. Die flexible und handliche Anwendung ermöglicht jedem MS-Patienten eine schnelle und einfache Durchführung der Selbstinjektion.

Die Injektion erfolgt durch das Aufsetzen des Injektors auf die Haut ohne Betätigung eines Auslöseknopfes. Durch die verdeckte Nadel wird eine sichere Handhabung gewährleistet. Die Adhärenz und somit der Therapieerfolg können durch den neuen Injektor gefördert werden. gru

Quelle: Pressemitteilung des Unternehmens Teva vom 4. März 2019

Hemlibra® bei schwerer Hämophilie A – Emicizumab (Hemlibra) hat zur Routineprophylaxe von Blutungen bei Erwachsenen und Kindern die Zulassungserweiterung für schwere Hämophilie A ohne Faktor-VIII-Inhibitoren erteilt bekommen. Gleichzeitig wurde auch die Zulassung für eine wöchentliche, 2-wöchentliche oder 4-wöchentliche Dosis-applikation ausgesprochen. Damit ist Emicizumab die erste Therapieoption, die für Patienten mit Hämophilie A mit oder ohne Inhibitoren auch bei Behandlungsabständen von bis zu 4 Wochen einen hoch effizienten Blutungsschutz nachgewiesen hat. gru

Quelle: Pressemitteilung der Roche Pharma vom 13. März 2019

MabThera® zur Behandlung von Pemphigus vulgaris – Als erstes Biologikum erhält MabThera (Rituximab, Roche) die Zulassung zur Behandlung von Pemphigus vulgaris. Pemphigus vulgaris ist eine seltene, blasenbildende und schmerzhafte Autoimmunerkrankung der Haut und Schleimhäute, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. 

Die randomisierte Phase-III-Zulassungsstudie verglich den bisherigen Therapiestandard aus Cortico-steroiden (CS) gegenüber MabThera mit ausschleichender CS-Therapie. Untersucht wurden erstdiagnostizierte Patienten mit mäßigem bis schwerem Pemphigus vulgaris. Primärer Endpunkt war die komplette Remission nach 24 Monaten, nach Beendigung der CS-Therapie für mindestens 2 Monate. Im MabThera-Arm erreichten 89 % der Patienten eine komplette Remission, im Vergleichsarm nur 28 %. gru

Quelle: Pressemitteilung der Roche Pharma vom 19. März 2019

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema