ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Kommunale Krankenhäuser: Marburger Bund ruft Ärzte zum Warnstreik auf

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Kommunale Krankenhäuser: Marburger Bund ruft Ärzte zum Warnstreik auf

Maybaum, Thorsten; EB

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Zum Warnstreik sind rund 55 000 an kommunalen Krankenhäusern tätige Ärzte aufgerufen. Foto: dpa
Zum Warnstreik sind rund 55 000 an kommunalen Krankenhäusern tätige Ärzte aufgerufen. Foto: dpa

Der Marburger Bund (MB) hat Ärzte, die an kommunalen Krankenhäusern arbeiten (TV Ärzte/VKA), und Ärzte aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) der Kommunen, für den 10. April zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Frankfurt am Main ist eine zentrale Kundgebung geplant, wie der MB mitteilte. Der Warnstreikaufruf erstreckt sich auf die tarifgebundenen Krankenhäuser mit Ausnahme von Hamburg und Berlin-Brandenburg. In Hamburg existiert eine Überleitung aus einem alten Tarifvertrag. Für die kommunalen Kliniken in Berlin gibt es einen eigenen Ärztetarifvertrag, den der Landesverband Berlin-Brandenburg des Marburger Bundes ausgehandelt hat. Ärzte aus den betroffenen kommunalen Krankenhäusern, die am Streik teilnehmen wollen, müssen von den Kliniken freigestellt werden. Für MB-Mitglieder gibt es Streikgeld. Nichtmitglieder können zwar streiken, erhalten aber kein Streikgeld. Die Notdienstversorgung in den betroffenen Häusern werde sichergestellt, Akutfälle würden versorgt, versicherte ein MB-Sprecher dem Deutschen Ärzteblatt. Wie die Auswirkungen in den einzelnen Häusern aussehen werden, sei aber nicht konkret vorherzusagen. Im Süden der Republik gibt es viele kommunale Krankenhäuser. Weitere dezentrale Warnstreikaktionen sind dem MB zufolge in Planung. Parallel dazu bereitet die Ärztegewerkschaft derzeit eine Urabstimmung vor. „Der Unmut über die Haltung der kommunalen Arbeitgeber ist groß“, sagte der Erste MB-Vorsitzende Rudolf Henke. Der MB hatte die Tarifverhandlungen kürzlich für gescheitert erklärt. Ärztegewerkschaft und MB hatten sich auf wesentliche Punkte wie Arbeitszeitbemessung, dauerhafte Geltung des Tarifvertrags und Gehalt nicht einigen können. may/EB

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