ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019One-Health-Ansatz: WHO stellt Leitfaden zur Bekämpfung von Zoonosen vor

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One-Health-Ansatz: WHO stellt Leitfaden zur Bekämpfung von Zoonosen vor

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-706 / B-578 / C-566

Hillienhof, Arne

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An Zoonosen wie der Vogelgrippe sterben jährlich fast 60 000 Menschen. Foto: LioTou/stock.adobe.com
An Zoonosen wie der Vogelgrippe sterben jährlich fast 60 000 Menschen. Foto: LioTou/stock.adobe.com

Einen gemeinsamen Leitfaden zur Bekämpfung von Zoonosen mittels eines sogenannten One-Health-Ansatzes hat die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zusammen mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vorgestellt.

„Zoonosen – also Krankheiten, die sich zwischen Tier und Mensch ausbreiten können – haben nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Jedes Jahr sterben fast 60 000 Menschen an Tollwut und anderen Zoonosen wie Vogelgrippe. Ebola oder Rift-Valley-Fieber stellen eine zusätzliche Bedrohung dar“, schreibt die WHO. Diese Krankheiten wirkten sich aber nicht nur auf die menschliche Gesundheit aus, sondern auch auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere und damit auf die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion. Mit der Ausweitung des globalen Handels und des Reiseverkehrs würden Zoonosen weltweit immer mehr zu einem Problem. Zusammenarbeit, Koordination, Kommunikation und konzertierte Aktionen zwischen verschiedenen Sektoren seien erforderlich, um diesen Bedrohungen zu begegnen. In vielen Ländern fehlten jedoch Ansätze, um eine solche Zusammenarbeit umzusetzen.

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Der neue Leitfaden, der als „Dreierleitfaden für Zoonosen“ („Tripar-tite Zoonoses Guide“, TZG) bezeichnet wird, enthält Grundsätze, bewährte Verfahren und Optionen, um die Länder dabei zu unterstützen, eine nachhaltige und funktionierende Zusammenarbeit an der Schnittstelle Mensch-Tier-Umwelt zu erreichen.

Der One-Health-Ansatz bezeichne die Strategie, aus allen relevanten Sektoren die nationalen Informationen, Fachkenntnisse, Perspektiven und Erfahrungen einzubeziehen und zu vernetzen, welche für die Verbesserung der Gesundheit erforderlich sind. Denn viele bestehende Bedrohungen für die menschliche Gesundheit, einschließlich Zoonosen, seien komplex und könnten vom Gesundheitssektor allein nicht bewältigt werden, erläutert die WHO. hil

http://daebl.de/BL91

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