ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Fatigue: Charité eröffnet neues Behandlungszentrum

HOCHSCHULEN

Fatigue: Charité eröffnet neues Behandlungszentrum

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-698 / B-572 / C-560

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Fatigue kann sich in Kopf- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder einer Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen äußern. Foto: Philipimage/stock.adobe.com
Fatigue kann sich in Kopf- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder einer Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen äußern. Foto: Philipimage/stock.adobe.com

Ein Zentrum zur Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Fatigue eröffnet die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die „Müdigkeit, die sich nicht wegschlafen“ lässt, kann verschiedene Ursachen haben. Sie tritt häufig nach schweren Infektionen, bei multipler Sklerose oder bei Krebserkrankungen auf. Konzentrationsschwäche, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen können mit der Erkrankung einhergehen.

„Die Ursachen von Fatigue sind vielfältig und nicht gut verstanden und oft nicht einfach zu klären. Fatigue, die im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen auftritt, bessert sich oft durch die Behandlung der Erkrankung selbst“, heißt es aus Berlin.

Anzeige

Davon abzugrenzen sei aber das Chronische Fatigue-Syndrom (CFS), auch Myalgische Enzephalomyelitis genannt. Typischerweise kommt es bei CFS nach einem Infekt zu schwerer Erschöpfung, die stets mit ausgeprägten körperlichen und kognitiven Symptomen einhergeht. Charakteristisch für CFS ist die oft erst am Folgetag einer Anstrengung auftretende Verschlechterung, die postexertionelle Fatigue oder Malaise, die tage- oder sogar wochenlang anhalten kann.

„Als Zusammenschluss von Ärzten und Wissenschaftlern, die sich mit Fatigue beschäftigen, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Patienten und Ärzten Hilfestellung bei der Diagnostik und Therapie zu geben. Für Ärzte bieten wir Fortbildungsveranstaltungen an und stellen Informationsmaterial für Ärzte und Patienten zur Verfügung“, heißt es aus der Charité. Im interdisziplinären Verbund will das Zentrum Ursachen der Fatigue erforschen, diagnostische Marker entwickeln und Therapiestudien durchführen. hil

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema