ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Vorsorge: Merkblätter und Kurzfilme zur seelischen Gesundheit von Kindern

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Vorsorge: Merkblätter und Kurzfilme zur seelischen Gesundheit von Kindern

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-697

Kahl, Kristin

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Zu jedem Heft gibt es einen Kurzfilm, der die Inhalte noch einmal aufgreift und zu dem man unter anderem über einen Barcode gelangt.
Zu jedem Heft gibt es einen Kurzfilm, der die Inhalte noch einmal aufgreift und zu dem man unter anderem über einen Barcode gelangt.

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts unter anderem von Ärzten und Krankenkassen sind jetzt zehn neue Merkblätter und Kurzfilme zum Thema „Seelische Gesundheit von Kindern“ vorgestellt worden. Sie sollen die Vorsorgeuntersuchungen von der U1 bis zur U9 ergänzen und die Kompetenz von Eltern im Umgang mit Schwierigkeiten und Herausforderungen stärken.

Bundesweit zeigen rund 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren psychische und psychosomatische Auffälligkeiten. Das belegen Ergebnisse der aktuellen KiGGS-Studie. Wichtig war es den Projektpartnern daher, das Thema psychische Gesundheit von kleinen Kindern stärker in den Blick zu nehmen. „Wir wollen, dass Kinder gesund aufwachsen und mental gestärkt durchs Leben gehen können“, sagt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbands der Ersatzkassen. Fragen, denen sich die Blätter widmen, sind unter anderem: Warum braucht das Kind meine Nähe? Was soll ich tun, wenn es fremdelt? Wie soll ich mit Ängsten meines Kindes umgehen? Wie lernt mein Kind Empathie und Konfliktfähigkeit? Und auch dem Thema Medienkonsum widmen sich die Hefte.

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Als „Meilenstein in der vorausschauenden Beratung“ bezeichnet Dr. med. Hermann-Josef Kahl, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), den Abschluss des Projektes. Die Einbindung von Multiplikatoren wie Kinder- und Jugendärzte sei notwendig, um Risikofaktoren zu erkennen.

Bei der Erstellung der Merkblätter war den beteiligten Partnern wichtig, dass die Broschüren leicht verständlich sind und in verschiedenen Sprachen angeboten werden. „In einem Land, in dem unterschiedliche Kulturen und unterschiedliche Sprachkreise zusammenleben, muss die Möglichkeit für alle Eltern bereitgehalten werden, sich in ihrer Herkunftssprache zu informieren“, betont Sabine Walper, Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind. Die Merkblätter sind auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch und Türkisch verfügbar. Ärzte erhalten sie kostenfrei bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung. kk

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