ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2019Hans-Reimer Rodewald: Innovative Erforschung der Immunabwehr

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Hans-Reimer Rodewald: Innovative Erforschung der Immunabwehr

Dtsch Arztebl 2019; 116(14): A-701 / B-573 / C-561

Richter-Kuhlmann, Eva

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Hans-Reimer Rodewald, Foto: DKFZ/Jutta Jung
Hans-Reimer Rodewald, Foto: DKFZ/Jutta Jung

Für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Blutbildung erhielt unter anderem der Immunologe Prof. Dr. med. vet. Hans-Reimer Rodewald am 13. März den Leibniz-Preis 2019, den wichtigsten Forschungsförderpreis Deutschlands.

Als Leiter der Abteilung für Zelluläre Immunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) leistete Rodewald wegweisende Beiträge zum Verständnis der Biologie des Thymus. Insbesondere analysierte er die Entwicklung von T-Zellen sowie von Mastzellen. Zudem erforschte er, wie sich verschiedene Arten von Immunzellen aus Stammzellen entwickeln und gemeinsam ein funktionsfähiges Abwehrsystem bilden. In seinen neueren Arbeiten ist es Rodewald sogar gelungen, Zellen des Immunsystems mit einem Barcode-System auszustatten und so ihren Weg im lebenden Organismus zu verfolgen. Seine Forschungsergebnisse fanden bereits Eingang in die Lehrbücher der Immunologie.

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Rodewald studierte Veterinärmedizin in Hannover und wurde 1988 am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg promoviert. Es folgten Forschungsaufenthalte am Basel Institut für Immunologie (Schweiz), der Harvard Medical School in Boston (USA) sowie am Massachusetts Institute of Technology in Boston. 1999 erhielt Rodewald eine Professur an der Universität Ulm. 2010 wechselte er ans DKFZ und erhielt 2016 den Immunologie-Preis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Seit 2006 ist er Mitglied der Leopoldina. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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