ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2019Postoperative Lebensqualität nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation

MEDIZIN: Originalarbeit

Postoperative Lebensqualität nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation

Quality of life following male-to-female sex reassignment surgery

Dtsch Arztebl Int 2019; 116(15): 253-60; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0253

Weinforth, Géraldine; Fakin, Richard; Giovanoli, Pietro; Nuñez, David Garcia

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Hintergrund: Die Prävalenz von Personen, die mit primären und sekundären männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, sich aber als Frau fühlen (Trans-frauen) beträgt in Deutschland circa 5,48 pro 100 000 der männlichen Bevölkerung. Ziel dieser Arbeit war, einen detaillierten Überblick über die aktuell publizierten Daten zur Lebensqualität nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation zu geben.

Methode: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in vier Datenbanken (PubMed, EMBASE, Web of Science und PsycINFO) im März 2017 durchgeführt.

Ergebnisse: 13 Artikel (11 quantitative und 2 gemischt quantitativ/qualitative Studien) wurden in der Arbeit berücksichtigt. Insgesamt enthielten die Studien Informationen über 1 101 Studienteilnehmerinnen. Die Anzahl untersuchter Transfrauen pro Studie variierte (n = 3–247). Das mittlere Alter der Transfrauen betrug 39,9 Jahre (Spannweite: 18–76 J.). Insgesamt wurden sieben verschiedene Fragebögen zur Evaluation der postoperativen Lebensqualität genutzt. Die Ergebnisse der Studien lassen darauf schließen, dass sich die geschlechtsangleichende Operation positiv auf das psychische Wohlbefinden, die Sexualität und auf die Lebensqualität insgesamt auswirkt. In anderen Kategorien (beispielsweise „Schmerzfreiheit“, „Fitness“ und „Energie“) zeigten einzelne Studien eine Verschlechterung. Das Biasrisiko aller Studien wurde als moderat bis hoch eingeschätzt. Die Drop-out-Raten (sofern angegeben) lagen zwischen 12 und 77 % (Median: 56 %).

Schlussfolgerung: Aktuelle Studien deuten auf eine Verbesserung der Lebensqualität nach geschlechtsangleichender Operation hin. Die vorhandenen Studien weisen heterogene Studiendesigns auf. Für die Zukunft sind prospektive Studien mit standardisierten Verfahren zur Erfassung der Lebensqualität und längeren Follow-up-Zeiten wünschenswert.

LNSLNS

Der Begriff Geschlechtsinkongruenz (GI) bezeichnet den Zustand, dass sich eine Person nicht mit dem „bei Geburt aufgrund körperlicher Geschlechtsmerkmale zugewiesenen Geschlecht“ identifiziert und deswegen „eine Spannung zwischen dem biologisch markierten Körper und dem erlebten Geschlecht“ erfährt (1). Als Transfrauen werden Personen mit angeborenen primären und sekundären männlichen Geschlechtsmerkmalen bezeichnet, die sich als Frau fühlen. Transmänner sind Personen, die sich als Männer fühlen, jedoch primäre und sekundäre weibliche Geschlechtsmerkmale besitzen. Personen, die sich dem angeborenen Geschlecht völlig zugehörig fühlen, werden als Cisfrauen beziehungsweise Cismänner bezeichnet.

Gemäß einer Datenanalyse aus dem Jahr 2000 liegt die Prävalenz in Deutschland bei 4,26 Transmenschen/ 100 000 Einwohnern (5,48 Transfrauen/100 000 der männlichen Bevölkerung und 3,12 Transmänner/100 000 der weiblichen Bevölkerung) (2). Nach Kenntnis der Autoren liegen keine aktuelleren Daten für Deutschland vor.

Kommt es bei Personen mit einer GI zu einem klinisch relevanten biopsychosozialen Leiden, besteht gemäß der DSM-5-Klassifikation eine Geschlechtsdysphorie (GD) (3). Für viele Transpersonen ist die körperliche Transition die beste Möglichkeit, um die GD-Symptomatik zu lindern (4). Dabei spielen sowohl geschlechtsangleichende Hormonbehandlungen als auch chirurgische Eingriffe eine zentrale Rolle (5). Letztere umfassen Operationen am Genitale (GaOP) (Kasten), an der Brust und im Gesichts- und Stimmbandbereich, sowie Haarepilationen (6).

Prinzip der feminisierenden GaOP
Prinzip der feminisierenden GaOP
Kasten
Prinzip der feminisierenden GaOP

Eine US-amerikanische Erhebung konnte zeigen, dass vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2011 ein Anstieg der operativen geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei Transpersonen von 72 % auf 83,9 % stattfand (7). Diese Zahlen rücken die Frage nach der Wirksamkeit solcher Operationen zunehmend in den Fokus der klinischen Aufmerksamkeit (811).

Im Rahmen der evidenzbasierten Medizin besteht heute Konsens, den Erfolg von medizinischen Prozeduren nicht nur anhand von objektiven Resultaten (Überlebens- und Komplikationsraten, Funktionalitätsmessungen, etc.) zu eruieren, sondern auch das persönliche Wohlbefinden der Patienten in die Erfolgsbeurteilung mit einzubeziehen (12, 13). Bisherige Übersichtsarbeiten konnten zeigen, dass hormonelle geschlechtsangleichende Behandlungen einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität von Transmenschen haben (14, 15). Demgegenüber mangelt es zum jetzigen Zeitpunkt an einer Gesamtbeurteilung der Lebensqualität nach einer GaOP. Daher streben wir im Rahmen dieser Arbeit einen Überblick über die derzeitige Studienlage an und möchten so der Frage nach den Auswirkungen auf die Lebensqualität nach GaOP nachgehen.

Um eine möglichst repräsentative Übersicht geben zu können, beziehen wir uns in der Arbeit ausschließlich auf Transfrauen, die eine deutlich höhere Inzidenz gegenüber den Transmännern (0,41 M–F/100 000 der männlichen deutschen Gesamtbevölkerung/Jahr und 0,26 F–M/100 000 der weiblichen deutschen Gesamtbevölkerung) aufweisen (2).

Methoden

Es wurde eine systematische Literaturrecherche in PubMed, EMBASE, Web of Science und PsycINFO im März 2017 durchgeführt. Die Artikelsuche erfolgte durch GW und DGN unabhängig mittels der im PRISMA-Statement zusammengefassten Empfehlungen (16). Details zur Methode sind im eMethodenteil beschrieben.

Einschlusskriterien

Eingeschlossen wurden nur Artikel, die die Lebensqualität von Transfrauen nach GaOP thematisieren. Die Suchbegriffe wurden in einem iterativen Prozess gemäß PICO-Verfahren (e1) durch GW, RF und DGN operationalisiert (eTabelle 1) und ein Suchstring (eTabelle 2) erstellt.

Suchbegriffe*
Suchbegriffe*
eTabelle 1
Suchbegriffe*
Suchstring*
Suchstring*
eTabelle 2
Suchstring*

Ausschlusskriterien

Ausgeschlossen wurden unter anderem Studien, die sich nicht ausnahmslos auf Transpersonen konzentrierten oder die Lebensqualität nicht mittels eines standardisierten Fragebogens erfassten, sowie Untersuchungen an minderjährigen Transpersonen.

Screeningprozess

Der Studienauswahlprozess ist in der Grafik dargestellt.

Flussdiagramm zur Darstellung des Studienselektionsprozesses
Flussdiagramm zur Darstellung des Studienselektionsprozesses
Grafik
Flussdiagramm zur Darstellung des Studienselektionsprozesses

Studienanalyse

Es handelt sich bei allen inkludierten Artikeln um nicht randomisierte Studien mit dem Evidenzgrad Level III (e2). Bei Studien, die sowohl über die Lebensqualität von Transfrauen als auch Männern (1721) berichteten, wurde darauf geachtet, dass eine separate Auswertung der Daten für Transfrauen stattfand oder das Verhältnis M–F/F–M zugunsten der Transfrauen ausfiel. Wichtige Studieneckdaten sind in Tabelle 1, die Qualitätsmerkmale der Studien in Tabelle 2 dargestellt.

Ergebnisse

Innerhalb der Studien verwendeten:

  • 6 Studien den Short Form 36 Health Survey (SF-36) (18, 20, 2225)
  • 2 Studien den World Health Organization Quality of Life 100 questionnaire (WHOQOL-100) (17, 26)
  • 2 Studien die Subjective Happiness Scale (SHS) in Kombination mit der Satisfaction with Life Scale (SWLS) und der Cantrils Ladder of Life Scale (CLLS) (27, 28)
  • 2 Studien den Fragebogen zur Lebenszufriedenheit (FLZ) (21, 29) und
  • 1 Studie den King’s Health Questionnaire (KHQ) (19).

Bei keinem der Fragebögen handelt es sich um ein für Transmenschen spezifisches Untersuchungstool. In Tabelle 3 sind die Ergebnisskalen dargestellt; Tabelle 2 zeigt die konfundieren Variablen und soweit beurteilbar das Biasrisiko.

Vereinfachte Darstellung der Ergebnisskalen des/der SF-36, WHOQOL-100, SHS, SWLS und CLLS*
Vereinfachte Darstellung der Ergebnisskalen des/der SF-36, WHOQOL-100, SHS, SWLS und CLLS*
Tabelle 3
Vereinfachte Darstellung der Ergebnisskalen des/der SF-36, WHOQOL-100, SHS, SWLS und CLLS*

Lebensqualität

Der SF-36 und der WHOQOL-100 stellen gut validierte und verlässliche, krankheitsunspezifische Messinstrumente zur Untersuchung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität dar (30, 31). Mit ihrer Hilfe lassen sich Informationen über den individuellen Gesundheitszustand gewinnen und krankheitsbedingte Belastungen im Verlauf beobachten. Die Fragebögen erfassen dabei zahlreiche Aspekte des täglichen Lebens, die in ihrer Gesamtheit die Lebensqualität abbilden. Sie finden international Anwendung und ermöglichen somit kulturvergleichende Studien (32).

Studien, die den SF-36 zur Beantwortung der Frage nach der postoperativen Lebensqualität nutzten (18, 20, 2225), beobachteten nach GaOP eine Verbesserung der „sozialen Funktionsfähigkeit“, der „körperlichen“ und „emotionalen Rollenfunktion“, der „allgemeinen Gesundheitswahrnehmung“, der „Vitalität“ und des „psychischen Wohlbefindens“ (p = 0,025 bis p > 0,05). In zwei dieser Studien (22, 24) unterschied sich das „psychische Wohlbefinden“ von Transfrauen nach GaOP nicht signifikant von dem der Normstichprobe. Dadurch wird das formal nicht signifikante Ergebnis erklärt. Ainsworth & Spiegel (22) konnten darlegen, dass Transfrauen ohne chirurgische Interventionen im indirekten Vergleich mit Cisfrauen aus der SF-36-Normstichprobe ein signifikant niedrigeres „psychisches Wohlbefinden“ aufwiesen (39,5 vs. 48,9; p < 0,05). Lindqvist et al. (23) und Weyers et al. (24) stellten eine Zunahme der „empfundenen Gesundheit“ im ersten postoperativen Jahr fest (p < 0,05 beziehungsweise < 0,009), die danach wieder abnahm, jedoch nicht auf den Ausgangswert zurückfiel (p < 0,0001). Außerdem kamen die Studien zu dem Schluss, dass die „körperlichen Schmerzen“ postoperativ zunahmen und die „körperliche Funktionsfähigkeit“ abnahm, wobei die postoperativen Beobachtungszeiträume zwischen 3 Monaten (18) und 5 Jahren (23) schwankten. Gemäß Lindqvist (23) et al. sind die „körperlichen Schmerzen“ bei Transfrauen nach 5 Jahren postoperativ vergleichbar mit denen der Standardpopulation (72,5 vs. 72,7; SD 26,5).

Studien, die den WHOQOL-100 nutzten, kamen zu folgenden Ergebnissen: Cardoso da Silva et al. (26) beobachteten postoperativ eine Zunahme der „Sexualität“ (p = 0,000) im Vergleich zur präoperativen Auswertung (prospektives Studiendesign). Außerdem verzeichneten sie postoperativ eine Verbesserung der „psychischen Gesundheit“ (p = 0,041) und „sozialen Beziehungen“ (p = 0,007), aber eine Abnahme der „physischen Gesundheit“ (p = 0,002) und „Unabhängigkeit“ (p = 0,031). Dementsprechend verschlechterten sich die Bereiche „Energie“ und „Fatigue“, „Schlaf“, „negative Gefühle“, „Mobilität“ und „Alltagsaktivitäten“ (p < 0,05). Castellano et al. (17) verzeichneten nach GaOP für die Gruppe der Transfrauen im Vergleich zur Gruppe der Cisfrauen keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf die „Sexualität“ (65,85 vs. 66,28; p > 0,05), den „Körper“ (64,64 vs. 65,47; p > 0,05) und den „generellen Lebensqualitäts-Score“ (67,87 vs. 69,49; p > 0,05).

Lebensqualität bei Harninkontinenz

Der King’s Health Questionnaire (KHQ) ist ein gut validierter Fragebogen zur Erfassung der Lebensqualität bei Harninkontinenz (33), einem Thema mit zentraler Bedeutung für Transmenschen (34). Die Lebensqualitäts-Domänen werden in diesem Fragebogen immer im Zusammenhang mit der Inkontinenz als Hauptproblem abgefragt. Kuhn et al. (19) konnten zeigen, dass der „allgemeine Gesundheitszustand“ bei Transmenschen relevant niedriger (Cohen’s d = 4,126; p = 0,019) und „körperliche“ (d = −7,972; p < 0,0001) und „soziale Einschränkungen“ (d = −7,016; p < 0,001) stärker empfunden wurden. Im Gegensatz dazu fühlten sich Transmenschen weniger eingeschränkt in „Alltagsaktivitäten“ (d = 3,311; p = 0,046). Bei „Emotionen“, „Schlaf/Energie“, „Umgang mit Inkontinenz“ und „Symptombelastung“ konnten keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt werden. Die Kontrollgruppe setzte sich aus Cisfrauen mit Status nach abdominopelviner Operation zusammen. Die Auswertung der visuellen Analogskala (VAS) zeigte eine niedrigere (d = 14,136; p < 0,0001) allgemeine Lebenszufriedenheit in der Gruppe der Transmenschen.

Lebenszufriedenheit

Die SHS (35), SWLS (36) und CLLS (37) sind gut validierte und international genutzte VAS zur Erfassung der Lebenszufriedenheit. Die SHS erfasst dabei das subjektive Glück und das damit verbundene körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden (35). Die SWLS wurde in den genannten Studien als Kurzskala (auch als L-1 bekannt) genutzt und umfasste nur die Frage nach der allgemeinen Lebenszufriedenheit (36). Die CLLS erfasst das mit der Lebenszufriedenheit verbundene emotionale Wohlbefinden und die subjektive Gesundheit (37).

Studien, die die SHS, SWLS und CLLS (27, 28) zur Frage nach der postoperativen Lebenszufriedenheit nutzten, beobachteten hohes „subjektives Glück“ (5,6; SD 1,4 beziehungsweise 5,9; SD 0,6), eine hohe „generelle Lebenszufriedenheit“ (27,7; SD 5,8 beziehungsweise 27,1; SD 2,1) und ein hohes „subjektives Wohlbefinden“ (8,0 [Range: 4–10] beziehungsweise 7,9; SD 0,7) bei Transfrauen nach intestinaler Vaginoplastik. Die oben genannten Studien differieren in folgenden Punkten: Bouman et al. (27) untersuchten ein Kollektiv von jungen Transfrauen (durchschnittlich 19,1 Jahre) mit penoskrotaler Hypoplasie nach primärer laparoskopischer intestinaler Vaginoplastik. Die Teilnehmerinnen dieser Studie erhielten im Laufe ihrer Transitionsbehandlung eine Pubertätsblockade, die zu einer penoskrotalen Hypoplasie führte und eine penile Inversionsvaginoplastik (Kasten) unmöglich machte. Van der Sluis et al. (28) untersuchten ein deutlich älteres Kollektiv (durchschnittlich 58 Jahre) von Transfrauen nach sekundärer intestinaler Vaginoplastik, dass heißt Patientinnen, die aufgrund von Vaginalstenosen oder ungenügender vaginaler Länge nach peniler Inversionsvaginoplastik, eine sekundäre intestinale Rekonstruktion benötigten. Der postoperative Beobachtungszeitraum differierte zwischen 1–7,5 (27) und 17,2–34,3 (28) Jahren. Trotz der unterschiedlichen Kollektive hat diesen Studien zufolge die GaOP ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit.

Der Fragebogen zur Lebenszufriedenheit ist ein validierter, mehrdimensionaler Fragebogen zur Erfassung der individuellen, allgemeinen Lebenszufriedenheit (38). Er findet Anwendung in der Lebensqualitäts- und Rehabilitationsforschung und ermöglicht die Erfassung von Veränderungen bei wiederholter Anwendung. Er ist nur in deutscher Sprache erhältlich, somit beziehen sich seine Ergebnisse nur auf deutschsprachige Bevölkerungen.

Studien, die den Fragebogen zur Lebenszufriedenheit nutzten (21, 29), kamen zu dem Ergebnis, dass sich die postoperative Lebenszufriedenheit von Transfrauen in Bezug auf die „Gesundheit“ nicht von der der deutschen Standardpopulation unterscheidet. Papadopulos et al. (29) verzeichneten weiterhin keine Unterschiede in Bezug auf „Freunde“, „Hobbies“, „Einkommen“, „Arbeit“ und „Partnerschaft“. Eine Subanalyse des Moduls „Gesundheit“ ergab postoperativ in beiden Studien eine relevante Abnahme der „Fitness“ (d = 0,521; p < 0,001) und „Energie“ (d = 0,494; p < 0,003); Zimmermann et al. (21) verzeichneten weiterhin eine signifikante Abnahme in Bezug auf die „Entspannungsfähigkeit/Ausgeglichenheit“ (p = 0,002), „Angstfreiheit“ (p = 0,015) und „Beschwerde-/Schmerzfreiheit“ (p = 0,037). Bei beiden Studien (21, 29) handelt es sich um retrospektive Befragungen, die einmalig in einem Zeitraum zwischen 6 und 58 Monaten postoperativ stattfanden. Papadopulos et al. (29) schlossen nur Probandinnen in die Studie ein, die nach GaOP keine weiteren Korrekturen benötigten oder aber bereits eine zweite Operation zu kleineren Korrekturzwecken erhalten haben.

Diskussion

Zwei Studien mit prospektivem Studiendesign dokumentierten postoperativ eine deutliche Steigerung der Lebensqualität (23, 26). Vier Studien konnten zeigen, dass sich die Lebensqualität von Transfrauen nach GaOP nicht von der von Cisfrauen unterscheidet (17, 20, 22, 24). Daneben konnte dargelegt werden, dass die GaOP einen positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit nimmt (27, 28); Ausnahme: bei Harninkontinenz sank die Lebenszufriedenheit (19). Lindqvist et al. (23) und Weyers et al. (24) beobachteten eine Zunahme der empfundenen Gesundheit im ersten postoperativen Jahr, die danach wieder abnahm, ohne auf den Ausgangswert zurückzufallen. Dies stimmt mit dem Phänomen der von De Cuypere et al. beschriebenen „Honey-Moon“-Phase (39) überein, die als euphorische Phase des ersten postoperativen Jahres beschrieben wurde. Einige Studien (18, 2025) zeigten, dass körperliche Schmerzen postoperativ zunahmen und die körperliche Funktionsfähigkeit abnahm. Dies lässt sich jedoch durch die Operation an sich verstehen; die postoperativen Beobachtungszeiträume dieser Studien schwankten zwischen 3 Monaten (18) und 5 Jahren (23).

Insgesamt lassen die Ergebnisse der Studien darauf schließen, dass sich die GaOP auf Teilaspekte wie das psychische Wohlbefinden, die Sexualität, die Lebenszufriedenheit sowie die Lebensqualität insgesamt positiv auswirkt.

Zu diesem Ergebnis kamen auch Barone et al. (40) und Murad et al. (15) im Rahmen ihrer Übersichtsarbeiten, die im Jahr 2017, respektive 2010, erschienen. Barone et al. (40) untersuchten in einer systematischen Übersichtsarbeit die von Patienten berichteten Ergebnisse nach GaOP; unter anderem im Nebenaspekt die Lebenszufriedenheit. Murad et al. (15) konzentrierten sich in einer Metaanalyse auf die Lebensqualität und das psychosoziale Befinden nach Hormontherapie (Hauptaspekt) und GaOP. Zusammenfassend verzeichneten beide Arbeiten eine Zunahme der Lebensqualität und Lebenszufriedenheit nach GaOP und eine Verbesserung auf psychosozialer Ebene. Hess et al. (11) kamen zu dem Schluss, dass die Studienteilnehmerinnen von einer GaOP profitieren, weil auch sie in Deutschland postoperativ hohe Zufriedenheitsraten feststellten.

Da die GaOP häufig den letzten Schritt der geschlechtsangleichenden Maßnahmen darstellt, können sowohl die Hormontherapie als auch die begleitende Psychotherapie zu einem Konfundierungseffekt beigetragen haben. Nicht alle Studien führten eine Adjustierung für konfundierende Faktoren durch. Die fehlende Randomisierung und Kontrolle oder die Verwendung einer angepassten Kontrollgruppe (17, 19) in den Studien führt außerdem zu einer methodischen Bias (Tabelle 2). Ferner sind die hohen Drop-out-Raten von 12 % (17) bis 77 % (23) (Median: 56 %), die vor allem durch Non-respondents hervorgerufen wurden, kritisch zu bewerten. Gemäß unseren Erfahrungen ist jedoch speziell das Patientenkollektiv der Transfrauen sehr zurückhaltend und häufig aufgrund persönlicher Gründe („nicht an diese Zeit erinnert zu werden“) nicht an einer Studienteilnahme interessiert. Diese Beobachtung wurden ebenfalls von anderen Autoren gemacht (18, 24); wodurch die teils hohen Drop-Out-Raten erklärt werden können. Zudem besteht die Möglichkeit, dass unter den Drop-outs auch unzufriedene Patienten zu finden sind. Aufgrund sozioökonomischer und klinischer Gegebenheiten sind die Studien aus Kroatien (18) und China (25) getrennt zu werten. Zum einen machen die Autoren beider Studien auf den Bewusstseins- und Verständnismangel (und den damit verbundenen psychischen Stress der Transfrauen) in ihren Ländern seitens der Öffentlichkeit aufmerksam; zum anderen wurden die Kosten sämtlicher Behandlungen nicht von den Krankenkassen übernommen und waren so nur wenigen Patienten zugänglich. So lassen sich die deutlich geringeren Teilnehmerzahlen von 3 (18) respektive 4 (25) Mann-zu-Frau-Transitionen nach GaOP erklären. Mögliche Suizidraten wurden in den eingeschlossenen Studien nicht angegeben.

Die Stärke dieses Reviews besteht darin, dass nur Studien eingeschlossen wurden, die standardisierte Fragebögen nutzten. Tests (wie SF-36 oder WHOQOL-100) stellen validierte und verlässliche Messmethoden dar, für die es teils Referenz-Standardpopulationen gibt, und sie ermöglichen einen internationalen und interkulturellen Vergleich. Außerdem bieten standardisierte Fragebögen den Vorteil einer hohen Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität.

Schlussfolgerung

Die vorliegenden Studiendaten zeigen, dass sich die GaOP sowohl positiv auf Teilaspekte wie das psychische Wohlbefinden, die Sexualität, die Lebenszufriedenheit als auch auf die Lebensqualität insgesamt auswirkt.

Es muss kritisch angemerkt werden, dass es sich fast ausschließlich um retrospektive Analysen zumeist unkontrollierter und relativ kleiner Kohorten handelt, für die noch keine validen beziehungsweise spezifischen Messinstrumente zur Verfügung stehen. Aufgrund der hohen Drop-out- und Non-respondents-Raten sind die vorliegenden Daten zurückhaltend zu interpretieren.

Trotz der grundsätzlich positiven Resultate ist die Datenlage derzeit noch nicht zufriedenstellend. Die in den Studien protokollierte Nachbetreuung der Transfrauen ist noch wenig umfangreich, sodass keine Aussagen über die langfristigen Konsequenzen dieser Eingriffe getroffen werden können. Außerdem haben viele Studien keine standardisierten Fragebögen und/oder Scores verwendet, wodurch ein Vergleich zwischen den einzelnen Untersuchungen erschwert wird.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 24. 9. 2018, revidierte Fassung angenommen: 11. 2. 2019

Anschrift für die Verfasser
Géraldine Weinforth

Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie

Universitätsspital Zürich

Rämistraße 100, CH-8091 Zürich

geraldine.weinforth@uzh.ch

Zitierweise
Weinforth G, Fakin R, Giovanoli P, Garcia Nuñez D: Quality of life following male-to-female sex reassignment surgery. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 253–60. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0253

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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eMethodenteil, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/19m0253 oder über QR-Code

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Flussdiagramm zur Darstellung des Studienselektionsprozesses
Flussdiagramm zur Darstellung des Studienselektionsprozesses
Grafik
Flussdiagramm zur Darstellung des Studienselektionsprozesses
Prinzip der feminisierenden GaOP
Prinzip der feminisierenden GaOP
Kasten
Prinzip der feminisierenden GaOP
Vereinfachte Darstellung der Ergebnisskalen des/der SF-36, WHOQOL-100, SHS, SWLS und CLLS*
Vereinfachte Darstellung der Ergebnisskalen des/der SF-36, WHOQOL-100, SHS, SWLS und CLLS*
Tabelle 3
Vereinfachte Darstellung der Ergebnisskalen des/der SF-36, WHOQOL-100, SHS, SWLS und CLLS*
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