ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2019Personzentrierte Familientherapie: Einblick in die Grundideen von Rogers

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Personzentrierte Familientherapie: Einblick in die Grundideen von Rogers

PP 18, Ausgabe April 2019, Seite 182

Ringwelski, Beate

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Hier liegt erstmals im deutschsprachigen Raum ein Buch vor, das den personzentrierten Ansatz nach Carl R. Rogers allen Paar- und Familientherapeuten nahebringen will. Im theoretischen ersten Teil werden die Begriffe Selbstkonzept, Aktualisierungstendenz und Inkongruenz weiterentwickelt zu „Familienselbstkonzept, Familienaktualisierungstendenz und Familieninkongruenz“. Beim Lesen erschließen sich diese Begriffe zu einer Basis, auf der Verständnis für die Probleme einer hilfesuchenden Familie entstehen und ein therapeutisches Konzept gefunden werden kann. Dabei richtet sich der Blick sowohl auf jedes einzelne Familienmitglied als auch auf die intrafamiliäre Dynamik. Der Therapeut bemüht sich, eine vertrauensvolle Beziehung zu allen Beteiligten aufzubauen und einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Verstehen und Verstanden-Werden möglich werden. Wie das auf der Grundlage von Empathie, Akzeptanz und Kongruenz geschehen kann, wird im zweiten praktischen Teil erläutert. Ausführlich werden die einzelnen Praxisfelder – Paartherapie und Arbeit mit Eltern und deren Kindern unterschiedlichen Alters – dargestellt.

Personzentriert zu denken und zu arbeiten ist ein längerer, aber sehr lohnender Prozess, der eine intensive Beschäftigung mit den Grundideen von Rogers, unterstützt durch eine qualifizierte Weiterbildung und Selbsterfahrung, erfordert. Ein ausführliches Literaturverzeichnis gibt dazu weitere Anregungen. Beate Ringwelski

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Ulrike Hollick, Maria Lieb, Andreas Renger, Torsten Ziebertz: Personzentrierte Familientherapie und -beratung. Mit einem Geleitwort von Charles O’Leary. Reinhardt Verlag, München 2018, 183 Seiten, kartoniert, 24,90 Euro

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