ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2019Heilpraktiker: Bundesregierung plant keine schärferen Regeln

AKTUELL

Heilpraktiker: Bundesregierung plant keine schärferen Regeln

Dtsch Arztebl 2019; 116(15): A-713 / B-585 / C-573

Maybaum, Thorsten

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die Herstellung von rezeptpflichtigen Arzneien wird für nichtärztliche Heilberufler verschärft. Foto: YourPhotoToday
Die Herstellung von rezeptpflichtigen Arzneien wird für nichtärztliche Heilberufler verschärft. Foto: YourPhotoToday

Der Bundestag hat sich Ende vergangener Woche in erster Lesung mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) befasst. Die Novelle sieht am Rande auch neue Regeln für Heilpraktiker vor. Weitere Verschärfungen soll es allerdings nicht geben, zeigte eine Befragung der Bundesregierung durch den Bundestag. Das GSAV sieht als kleinen Teilaspekt vor, dass Angehörige nichtärztlicher Heilberufe, insbesondere Heilpraktiker, künftig nur noch nach Genehmigung verschreibungspflichtige Arzneimittel für individuelle Patienten herstellen dürfen. Verboten werden darüber hinaus Frischzellenkuren, bei denen in der Vergangenheit Frischzellen von Schafen bei Menschen angewendet wurden und die verschiedentlich zu Infektionen geführt haben. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) erläuterte auf eine Nachfrage aus der AfD-Fraktion, dass darüber hinaus aus seiner Sicht zum jetzigen Zeitpunkt kein weiterer Verbotsbedarf besteht. Er wisse, dass die heutige Regelung bezüglich der Heilpraktiker „nicht unumstritten“ sei, so der Minister. Es gebe aber zugleich „eine hohe Akzeptanz in verschiedenen Bevölkerungsgruppen“. „Aus heutiger Sicht sehen wir keinen weiteren Regelungsbedarf“, erklärte Spahn. Das GSAV befasst sich vor allem mit einer Verbesserung der Arzneimittelsicherheit. Die Novelle sieht etwa eine engere Zusammenarbeit der Arzneimittelüberwachungsbehörden von Bund und Ländern vor. may

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema