ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2019Medizinstudium: Landarztquote startet in Nordrhein-Westfalen

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Medizinstudium: Landarztquote startet in Nordrhein-Westfalen

Dtsch Arztebl 2019; 116(15): A-714 / B-586 / C-574

Maybaum, Thorsten; dpa

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Landarzt gesucht: Derzeit gehen in NRW jährlich rund 400 Allgemeinmediziner in den Ruhestand, nur 200 Studierende entscheiden sich für den Beruf als Hausarzt. Foto: dpa
Landarzt gesucht: Derzeit gehen in NRW jährlich rund 400 Allgemeinmediziner in den Ruhestand, nur 200 Studierende entscheiden sich für den Beruf als Hausarzt. Foto: dpa

Seit wenigen Tagen werden über die Landarztquote Medizinstudienplätze in Nordrhein-Westfalen (NRW) vergeben. 145 Plätze stehen für das Wintersemester 2019/2020 zur Verfügung, wie das nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­terium mitteilte. „Ich freue mich, dass wir die Landarztquote nun als erstes Bundesland in die Tat umsetzen“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU). Die Zeit dränge. Bereits heute seien mehr als die Hälfte der Hausärzte in NRW älter als 55 Jahre. Im Rahmen der Landarztquote werden 7,6 Prozent der an den Hochschulen in der Trägerschaft des Landes verfügbaren Medizinstudienplätze in NRW an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach dem Studium und der einschlägigen Weiterbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Region hausärztlich tätig zu werden. Wer den Vertrag nicht erfüllt, muss mit einer Strafzahlung in Höhe von 250 000 Euro rechnen. In der ersten Stufe des Verfahrens werden die Abiturdurchschnittsnote mit 30 Prozent, der Test für Medizinische Studiengänge mit 30 Prozent und eine Ausbildung beziehungsweise berufliche oder praktische Tätigkeiten mit 40 Prozent gewichtet. Im Rahmen der zweiten Stufe finden im Juni strukturierte Auswahlgespräche statt, in denen unter anderem Empathie und Sozialkompetenz der Bewerber einbezogen werden. may/dpa

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