ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2019Randnotiz: Ja, mir san mit’m Radl da

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Randnotiz: Ja, mir san mit’m Radl da

Dtsch Arztebl 2019; 116(15): A-713 / B-585 / C-573

Maybaum, Thorsten

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Die Landesverkehrsminister haben Vorschläge erarbeitet, wie Radfahren sicherer und attraktiver werden könnte. Es geht etwa um einen größeren Mindestabstand für Pkw beim Überholen oder Regeln für Lkw beim Abbiegen. Auch sollen Radfahrer einen grünen Rechtsabbiegerpfeil erhalten oder in Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen in die Gegenrichtung fahren dürfen. Die Ideen gefallen nicht jedem. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange meint, die Vorschläge würden Radfahrer privilegieren und sogar die Unfallgefahr erhöhen. Was auch immer aus dem Vorstoß wird; nicht erst seit die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg eine neue Bewegung ausgelöst hat, ist unbestritten, dass Radfahren klimafreundlich und gesund ist – nur (leider) in Großstädten auch mitunter (ein bisschen) gefährlich. Mehr dafür zu tun, um das Radfahren sicherer zu machen, wäre also ein richtiger Schritt und auch eine Chance, an der eigenen Klimabilanz zu arbeiten. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin will in dieser Hinsicht auch neue Anreize setzen. Sie hat kürzlich am Campus Charité Mitte eine „Velo-Klinik“ eröffnet. Dort können Beschäftigte und Studierende Check-ups und Reparaturen während der Arbeitszeit „bequem und kostengünstig“ erledigen lassen, wie es hieß. So heißt es im Pannenfall nicht, „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“, sondern „Ja, mir san mit’m Radl da“. Die Werkstatt ist Teil des Engagements der Charité für den Klimaschutz. Dafür haben Klinik und Land Berlin eine Vereinbarung unterzeichnet. Die Charité verpflichtet sich, ihre Kohlendioxid-Emissionen bis 2028 um mindestens 20 Prozent zu reduzieren – gemessen an 2016.

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