ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2019Onkologie: In Bayern startet ein Modellprojekt gegen Darmkrebs

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Onkologie: In Bayern startet ein Modellprojekt gegen Darmkrebs

Dtsch Arztebl 2019; 116(15): A-747

Hillienhof, Arne

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In Bayern ist ein Modellprojekt gegen Darmkrebs gestartet. Mit „Sprich drüber!“ wollen die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zusammen mit der Felix-Burda-Stiftung junge Menschen vor der Erkrankung bewahren. Ziel des Projektes ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese nicht daran erkranken.

Deshalb erhält jede Einwohnerin und jeder Einwohner des Freistaates in dieser Altersgruppe die Möglichkeit, durch die Erhebung einer ausführlichen Familienanamnese über eine eventuell in der Familie vorliegende Veranlagung für Darmkrebs informiert zu werden. Deutet die Familienanamnese auf das Vorliegen eines familiären Risikos hin, können diese Betroffenen in Bayern eine kostenfreie Vorsorgedarmspiegelung oder alternativ einen immunchemischen Stuhltest in Anspruch nehmen. Das Modellprojekt will damit eine Versorgungslücke in der Darmkrebsvorsorge für junge Menschen schließen. Bislang haben der KVB zufolge bereits 1 000 Menschen in Bayern das Angebot wahrgenommen.

Um weitere Aufmerksamkeit für das Projekt zu erzielen, wurde auch eine eigene Werbekampagne entwickelt. Insgesamt möchten die Initiatoren bis März 2020 in Bayern eine ausreichende Zahl von Teilnehmenden – Ärzten und Patienten – rekrutieren, um das Projekt wissenschaftlich evaluieren zu können.

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Auch die Krankenkassen in Bayern unterstützen die Initiative. Sie schreiben Patienten an, die in den vergangenen 18 Monaten an Darmkrebs erkrankt sind. hil

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