ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2019Konversionstherapien: Spahn beruft Expertenkommission ein

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Konversionstherapien: Spahn beruft Expertenkommission ein

KNA; afp; ma

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Konversionstherapien für Homosexuelle sollen verboten werden. Foto: EdNurg/stock.adobe.com
Konversionstherapien für Homosexuelle sollen verboten werden. Foto: EdNurg/stock.adobe.com

Experten sollen im Auftrag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Vorschläge für ein wirksames Verbot sogenannter Konversionstherapien für Homosexuelle erarbeiten. „Homosexualität ist keine Krankheit und nicht therapiebedürftig“, sagte Spahn, der sich bereits im Februar für ein Verbot ausgesprochen hatte. Dies rechtlich zu regeln, sei aber nicht so einfach, erklärte der Minister jetzt. Daher werde man auf Grundlage der Empfehlungen der Experten entscheiden, wie und was umgesetzt werden könne. Im Mai und Juni sind den Angaben zufolge zwei Workshops geplant, zu denen neben Politikern und Wissenschaftlern auch Betroffene eingeladen werden. Auch Institutionen aus dem Ausland, die mit gesetzlichen Verboten bereits Erfahrungen gesammelt hätten, sollten an dem Austausch teilnehmen. Ein Abschlussbericht der Experten soll voraussichtlich im Herbst veröffentlicht werden. Auch die Bundesärztekammer hatte immer wieder betont, dass Homosexualität keiner Heilung bedarf. kna/afp/ma

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