ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2019Impfberatung in der Praxis: Nicht an blaue Elefanten denken
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Ich bin Impfbefürworter und als Hausarzt-Internist sehr häufig mit diesem oft kritisch hinterfragtem Thema im Patientengespräch konfrontiert.

Gleichzeitig versuche ich, sehr sensibel mit Nocebo-verdächtigen Äußerungen umzugehen. Vor diesem Hintergrund war ich über den Argumentationsvorschlag zum Thema „Impfen sei unnatürlich“ in der ersten Zeile der Tabelle 3 doch sehr überrascht: Es kann und wird nicht überzeugend sein, in einem Impfaufklärungsgespräch die Worte „chemische Waffen“ zu benutzen, auch wenn es sachlich richtig ein Beispiel für schlechte unnatürliche Dinge ist. Man kennt ja die Übung: „Denken Sie jetzt – nicht – an blaue Elefanten ...“ Ein Großteil der Patienten hört doch nur „chemische Waffen“ und wird Sie nach diesem Argument sicherlich nicht bereitwilliger und vor allem überzeugter die Impfspritze injizieren lassen.

Dr. med. Hans-Georg Schöttler, 59063 Hamm

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