ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2019John Ioannidis: Stanford-Forscher leitet das neue METRIC Berlin

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John Ioannidis: Stanford-Forscher leitet das neue METRIC Berlin

Dtsch Arztebl 2019; 116(16): A-807 / B-663 / C-651

Gießelmann, Kathrin

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John Ioannidis, Foto: BIH/Stefan Zeitz
John Ioannidis, Foto: BIH/Stefan Zeitz

Sein 2005 in der Fachzeitschrift PLOS Medicine erschienener Essay „Warum die meisten veröffentlichten Forschungsergebnisse falsch sind“ wurde 1 000-fach zitiert und machte Prof. John Ioannidis weltweit bekannt. Um die Qualität biomedizinischer Forschungspraxis zu untersuchen und zu verbessern, gründete der griechisch-amerikanische Gesundheitswissenschaftler bereits vor fünf Jahren das Meta-Research Innovation Center in Stanford (METRICS). Nun kommt Ioannidis an das Berlin Institute of Health (BIH), um eine Dependance des Stanforder Forschungszentrums aufzubauen, das METRIC Berlin.

Hier wird er zunächst für drei Jahre als Einstein BIH Visiting Fellow tätig sein. Seine Aufgaben in Stanford will er parallel fortführen. „Wir wollen herausfinden, wie Forschung am besten funktionieren kann – und wie nicht“, umreißt
Ioannidis sein Ziel für das METRIC Berlin. Im Mittelpunkt steht die Forschung über die Forschung, die Meta-Forschung. Am Ende sollen Empfehlungen entstehen, die den Wert der Forschung erhöhen.

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Auf diesem Weg will Ioannidis mit seinen Kollegen auch die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft stärken. Schon jetzt setzt er sich für Anreizsysteme ein, Forschung transparenter zu gestalten und Daten zugänglich zu machen. „Viele Wissenschaftler, die ich in Europa kenne, würden gerne an unseren Projekten teilhaben“, ist Ioannidis überzeugt. Er möchte mit METRIC Berlin einen Knotenpunkt zur Vernetzung schaffen, der über die Grenzen einzelner Forschungsgebiete hinweg geht. Berlin fühle sich für ihn beinahe wie zu Hause an. Kathrin Gießelmann

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