ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2019Arbeitsmedizin: In Bochum entsteht eine zentrale Biobank

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Arbeitsmedizin: In Bochum entsteht eine zentrale Biobank

Dtsch Arztebl 2019; 116(16): A-806 / B-662 / C-650

Hillienhof, Arne

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Foto: JCG/stock.adobe.com
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Das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum, wird ab diesem Sommer biologische Proben von beruflich exponierten Personen sowie damit verbundene Daten zur Exposition und Berufsanamnese standardisiert und qualitätsgesichert archivieren.

Mehr als zwei Millionen Bioproben können dort ab Sommer 2019 bei bis zu minus 185 Grad Celsius in flüssigem Stickstoff lagern. Bislang wurden am IPA Biomaterialsammlungen im Rahmen von Forschungsprojekten dezentral gelagert und verwaltet. Mit dem neuen System soll dies künftig zentral nach modernen Sicherheits- und Qualitätsstandards erfolgen.

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„Die nationale und internationale Bedeutung der IPA-Biobank liegt in ihrem besonderen Fokus auf arbeitsmedizinischen Fragestellungen“, erläutert Prof. Dr. med. Thomas Brüning, Direktor des IPA.

Damit Proben und Daten sicher sind und auch für zukünftige wissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung stehen, bedarf es eines ausgeklügelten Datenschutzkonzepts. Dieses haben Antje Müller und weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IPA entwickelt und in der Zeitschrift Biopreservation and Biobanking vorgestellt (2019; doi: 10.1089/bio.2018.0112). Es sieht unter anderem vor, dass jede Biobankprobe ausschließlich mit reinen Zufallszahlen in Form von Barcodes gekennzeichnet wird.

Laut Ruhr Universität Bochum haben die Auf- und Umbauarbeiten für das Kryolager bereits begonnen. In den kommenden Jahren wird die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung noch weitere rund acht Millionen Euro in den Aufbau der Biobank investieren. hil

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