ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2019Manfred Fichter: Wegbereiter für die Erforschung von Essstörungen

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Manfred Fichter: Wegbereiter für die Erforschung von Essstörungen

Dtsch Arztebl 2019; 116(17): A-855 / B-703 / C-691

Spielberg, Petra

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Foto: Schön-Kliniken Pressefoto
Foto: Schön-Kliniken Pressefoto

Prof. Dr. med. Manfred Fichter gilt als einer der Wegbereiter der Erforschung und Therapie von Essstörungen. Für sein Lebenswerk wurde er nun in New York mit dem Lifetime Achievement Award 2019 der Academy for Eating Disorders ausgezeichnet.

Der 74-Jährige ist Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie und Nervenheilkunde sowie Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Anfang der 1980er-Jahre initiierte er eine Studie zu Essstörungen, die seinerzeit noch als exotische Phänomene galten. Fichters Anliegen war es stets, klinische Tätigkeit mit Forschung zu verbinden. Aber auch die therapeutische Arbeit selbst faszinierte ihn. Essstörungen seien ein vielgestaltiges Thema, sagte er. Deshalb sei auch die Behandlung der Patienten vielgestaltig und oft eine Herausforderung für den Therapeuten. Fichter studierte Medizin und Psychologie an der Universität Heidelberg. 1984 habilitierte er über Essstörungen. Zehn Jahre später folgte der Ruf auf den Lehrstuhl für Psychiatrie an der Berliner Charité. Von 1985 bis Ende 2009 arbeitete Fichter als Ärztlicher Direktor und Gründungschefarzt der Schön Klinik Roseneck, der ersten Fachklinik mit einer Spezialstation für Essstörungen. Zeitgleich leitete er den Forschungsbereich Epidemiologie und Evaluation an der Psychiatrischen Universitätsklinik München. Fichter entwickelte unter anderem den medizinischen Fragebogen Munich ED-Quest, ein Diagnostik-Instrument für Essstörungspatienten, das mittlerweile weltweit zum Einsatz kommt.

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