ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2019Hausarztzentrierte Versorgung: FDP kritisiert fehlende neutrale Auswertung

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Hausarztzentrierte Versorgung: FDP kritisiert fehlende neutrale Auswertung

Dtsch Arztebl 2019; 116(18): A-872 / B-720 / C-708

Maybaum, Thorsten

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Die hausarztzentrierte Versorgung hält die Regierung für sinnvoll. Foto: picture alliance
Die hausarztzentrierte Versorgung hält die Regierung für sinnvoll. Foto: picture alliance

Die hausarztzentrierte Versorgung (HzV) hat sich nach Ansicht der Bundesregierung bewährt. Das gilt sowohl in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit als auch eine Verbesserung der Versorgungsqualität. Das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. Das Ministerium verweist dabei in der Antwort unter anderem auf Evaluationen des Deutschen Hausärzteverbandes (DHÄV) und von Krankenkassen. Demnach profitieren besonders chronisch kranke Patienten von der HzV. An der Schnittstelle zum stationären Sektor würden weniger vermeidbare Krankenhauseinweisungen erfolgen. Zudem hätten die befragten Patienten angegeben, dass die Hausärzte mehr Zeit für sie hätten, die Terminvergabe schneller erfolge und Untersuchungen gründlicher seien. Zugleich räumt die Regierung ein, dass ihr zur HzV „keine systematischen wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit von HzV-Verträgen im Vergleich zur kollektivvertraglichen Versorgung“ vorliegen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Andrew Ullmann monierte, die Regierung wisse nichts über Qualität und Wirtschaftlichkeit der HzV. Unabhängige Evaluationen lägen nicht vor und seien nicht beabsichtigt. Die Regierung verlasse sich allein auf Aussagen von Lobbygruppen. may

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