ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2019Heilpraktiker: Sicherheit aufs Spiel gesetzt
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Wie konnte so etwas passieren? Wo bleibt das historische Abstimmungsergebnis des

Antrags von Herrn NRW-Kammerpräsident Rudolf Henke, MdB, vom 25. Mai 2017 auf dem 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg? Dort wurde einstimmig beschlossen, den Heilpraktikern alle invasiven Maßnahmen und die Behandlung von Krebs zu untersagen.

Seither ist nichts geschehen. Kann man eine solch eindeutige Willenserklärung der

deutschen Ärzteschaft einfach ignorieren? Wozu werden auf Ärztetagen Anträge vorbereitet und zur Abstimmung gestellt? Der strebsame Herr Minister Spahn macht die versammelten ärztlichen Delegierten lächerlich. Wenn er da der Auffassung folgt, dass die Akzeptanz der Heilpraktiker in der Bevölkerung hoch sei, so müsste er auch den Öffentlichen Personennahverkehr kostenfrei stellen, denn auch das wünscht sich das Volk.

Hier wird unter der Hand die Patientensicherheit – und nur um die geht es – leichtfertig und mit absehbaren Konsequenzen aufs Spiel gesetzt.

Dr. med. Rudolf Waldmann, 41239 Mönchengladbach

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