ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2019Disease-Management-Programme: Ärzte gegen geplante Streichung der Förderung

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Disease-Management-Programme: Ärzte gegen geplante Streichung der Förderung

Dtsch Arztebl 2019; 116(18): A-871 / B-719 / C-707

Hillienhof, Arne

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Der Referentenentwurf des „Gesetzes für eine faire Kassenwahl in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung“ sorgt weiter für Diskussionen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) kritisieren vor allem, dass damit Anreize zum Abschluss strukturierter Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programm; DMP) gestrichen werden sollen. SpiFa-Vorstandsmitglied Hans-Friedrich Spies befürchtet unter anderem, dass die DMP ohne eine adäquate Gegenfinanzierung nicht weiterbestehen werden und dadurch das Behandlungsniveau von chronisch Kranken deutlich sinken könnte. Er forderte den Gesetzgeber auf, von der geplanten Streichung der Programmkostenpauschale in den DMP Abstand zu nehmen. Auch die KBV lehnt die geplanten Kürzungen ab. „DMP stellen auf nationaler Ebene konsentierte Standards der Versorgung der großen Volkskrankheiten dar und zeigen deutliche qualitative Unterschiede zum „Flickenteppich“ anderer selektiver Vertragsformen“, heißt es in einer Stellungnahme. DMP seien nach klar definierten Kriterien evidenzbasiert sowie systematisch erarbeitet und Basis einer leitliniengerechten Versorgung zahlreicher Volkskrankheiten. Aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen an die Erstellung und Umsetzung von DMP hält die KBV die finanzielle Förderung der Programme für unverzichtbar. Falle der Anreiz weg, bestehe ein hohes Risiko, dass „diese innovative Form der Versorgung“ nicht mehr genutzt werde, warnt die KBV. hil

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