ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2019Diagnostik und Behandlung: Neue S3-Leitlinie Schizophrenie

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Diagnostik und Behandlung: Neue S3-Leitlinie Schizophrenie

PP 18, Ausgabe Mai 2019, Seite 198

Hillienhof, Arne

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Eine strukturierte Diagnostik ist maßgeblich für die Behandlung von psychotisch erkrankten Menschen. Foto: Katarzyna Bialasiewicz/iStock
Eine strukturierte Diagnostik ist maßgeblich für die Behandlung von psychotisch erkrankten Menschen. Foto: Katarzyna Bialasiewicz/iStock

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat eine neue S3-Leitlinie Schizophrenie herausgegeben. Sie enthält in 162 Schlüsselempfehlungen und acht Statements eine systematische Zusammenstellung der verfügbaren Evidenz zum diagnostischen Vorgehen, zur Behandlung und Versorgung von Menschen mit einer Schizophrenie (http://daebl.de/NK48).

„Die neue S3-Leitlinie umfasst viele neue Elemente. Entscheidend ist das multiprofessionelle und multimodale Vorgehen bei durchgehend empathisch-wertschätzender therapeutischer Haltung“, schreiben die Autoren. Eine Besonderheit der Leitlinie sei die Darstellung von Diagnostik und Therapie über die gesamte Lebensspanne, die sich am Verlauf der Erkrankung orientiert und dabei auch die Notwendigkeit der Kooperation über die Fächergrenzen hinaus verdeutliche.

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Die Leitlinie gibt einen Überblick über die Wirksamkeit der psycho-, sozio- und pharmakotherapeutischen Maßnahmen.

Detailliert diskutieren die Autoren unerwünschte Arzneimittelwirkungen und die Notwendigkeit der Diagnostik somatischer Komorbiditäten. Die Leitlinie enthält zudem umfangreiche Empfehlungen zu besonderen Behandlungsbedingungen wie Suizidalität, Depression, Schwangerschaft und Stillzeit.

„Die neue S3-Leitlinie führt uns vor Augen, wie maßgeblich eine strukturierte Diagnostik für die Behandlung ist und wie Angehörige unterstützend in den Behandlungsplan einbezogen werden können“, erläuterte Prof. Dr. med. Andreas Heinz, Präsident der DGPPN. Aus therapeutischer Sicht sei entscheidend, dass bei einem Erkrankten zu jedem Zeitpunkt ein nach seinen individuellen Besonderheiten adäquates Angebot aus psychotherapeutischen, psychosozialen und pharmakologischen Elementen zum Einsatz komme. hil

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