MEDIZIN: Diskussion

Psoriasis - ein vielgestaltiges Krankheitsbild: Die natürliche Alternative

Dtsch Arztebl 2000; 97(1-2): A-45 / B-40 / C-38

Wagner, Reinhard

Zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Dr. h. c. Enno Christophers Prof. Dr. med. Ulrich Mrowietz in Heft 36/1999
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Es erschien mir schon früher hochgradig irrational, dass das Krankheitsbild der Psoriasis stets als reine Hautkrankheit gesehen wurde und die Ärzte nur eine äußerliche, symptomatische Behandlung kennen wollten. Immer wieder wurden Wirkmechanismen beobachtet, die nicht in der Haut begründet lagen. Auch in diesem Aufsatz wird das Glaubensbekenntnis einer "Krankheitsmanifestation und Pathogenese ausschließlich an der Epidermis und der gefäßreichen oberen Dermiszone" erneuert. Es werden aber auch "häufig psoriasisassoziierte Erkrankungen" beschrieben, wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas, Hyperlipidämie, Morbus Crohn und Arthritiden. Offenbar gibt es hierzu Verbindungen, die das Rätsel der Pathogenese klären könnten. Das müsste doch zu denken geben?
Spontanheilungen von Psoriasis unter Dialyse oder rein infusorischer Ernährung sind bekannt, ohne theoretisch eingeordnet werden zu können. Eine im hohen Alter aufgetretene Psoriasis heilt nach Erhöhung der Trinkmenge ab. Ich habe eine alte Patientin gesehen, deren Erythrodermie nach einer Beleidigung auftrat und therapieresistent blieb, bis ihr Enkel sich bei ihr entschuldigte. Offenbar wurden in all diesen Fällen wirksame Ursachen beseitigt, was zur Abheilung führte.
Im amerikanischen Sprachbereich gibt es seit 1991 von Dr. Pagano das empfehlenswerte Buch "Healing Psoriasis". Er schildert darin seine 20-jährigen Erfahrungen in der Behandlung der "unheilbaren Psoriasis" auf der Grundlage der folgenden Theorie: Die notwendige Ausscheidung von Abfallstoffen aus dem Organismus ist bei einem Psoriatiker ungenügend, was zu einer Vergiftung führt. Seiner Ansicht nach hat der Psoriatiker Dünndarmwände, die für bestimmte Giftstoffe durchlässiger sind als bei anderen Menschen. Diese Stoffe treten dann in das Lymphsystem über und werden bei dem Versuch des Organismus, sie auszuscheiden, auf der Haut sichtbar. Die Symptomatik kann verstärkt werden durch eine allgemein belastende, saure Ernährung, sowie die Zufuhr von für den Psoriatiker nicht beherrschbaren Stoffen, durch eine mangelhafte Ausscheidung und eine Behinderung der Barrierefunktion der Dünndarmwand.
Entsprechend hat Pagano folgendes als wirksam bestätigt: Die Ernährung soll im Körper überwiegend alkalisch wirken und somit entlastend sein in Form einer frisch zubereiteten Vollkost unter Beachtung von einigen Trennkostregeln. Scharf angebratene Speisen und hoch erhitzte, gehärtete Fette sowie Süßigkeiten sollen vermieden werden. Kohlenhydratreiche Mahlzeiten werden bevorzugt morgens, fleischhaltige Mahlzeiten abends gegessen. Wenn ein Zöeliakiekranker glutenfreie Kost essen muss, ist die Unverträglichkeit von Nachtschattengewächsen (wie Tomaten) ein Kennzeichen der Psoriasis, aber auch Schalentiere und Erdbeeren verbieten sich in vielen Fällen. Die Ausscheidung ist besonders zu fördern durch Steigerung der Trinkmenge, regelmäßige Darmentleerung, Einläufe, häufiges Schwitzen und gelegentliche dreitägige Obstkuren. Auf Dauer ist eine mittägliche Rohkostmahlzeit förderlich. Oft sind Subluxationen der Wirbelsäule die eigentliche Ursache für die insuffiziente Dünndarmbarriere. Am häufigsten betroffen sind die Segmente D6+7, aber auch C3, D9 und L4. Wiederholte Einrichtungen der Wirbelsäule sollten von einem Chiropraktiker oder Osteopathen vorgenommen werden. Nach Ausschaltung der ursächlich wirkenden Fehlinformationen, sollten zur Verbesserung der Ausscheidung verschiedene Tees, zum Beispiel pulverisierte Ulmenrinde, bekannt aus der chinesischen Medizin, Färberdistelblüten (Carthamus tinctorius), Königskerze getrunken werden. Die äußere Behandlung unterstützt besten Falls die gestörte Ausscheidung. Insofern sind entgiftende Salzbäder (zum Beispiel in MgSO4, Bittersalz), Sonnenlicht und Öle wirksam. Sie kann aber eine ursächliche Therapie nicht ersetzen. Wichtig für den Heilungsprozess sind Geduld und richtiges Denken. Wut und Ärger können zu einer derartigen Ansäuerung des Körpers führen, dass das Leiden voll aufflammt. Dagegen sind Ruhe und Entspannung, Meditation, autogenes Training oder lange Spaziergänge alkalisierend wirksam. Pagano berichtet eindrucksvoll über völlige Abheilungen der Psoriasis nach Wochen bis Monaten unter diesem Therapieschema, oft nach kurzfristiger Verschlechterung des Hautbefundes im Sinne einer Mobilisierung von Giften. Wurden die diätetischen Vorgaben nicht beachtet, traten erneut Läsionen auf. Die genannten Ursachen sind nicht alle für jeden Psoriatiker gültig, was wahrscheinlich das vielgestaltige Bild der Psoriasis verursacht. Schon bei der Veränderung einzelner Stellglieder bessert sich die Hautsymptomatik oft rasch. Es handelt sich hier um ein wirksames Therapieschema für die Psoriasis mit einem wesentlich fundierteren, rationaleren Ansatz als ihn die Dermatologie bisher bieten kann. Ich wünsche mir, dass dieses Buch zu neuen Forschungsansätzen führt und der Irrationalität ein Ende macht, die besonders bei der Behandlung der Psoriasis zu vielen auf Dauer schädigenden Therapieformen geführt hat.


Literatur
1. Pagano John OA: Healing Psoriasis: The Natural Alternative. New Jersey: The Pagano Organization 1991.
Reinhard Wagner
Arzt für Arbeitsmedizin
Psychotherapie und Umweltmedizin
Oberdorfring 21 · 34582 Borken

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    Stefan Hohberger
    am Freitag, 7. März 2014, 07:35

    erfolgreiche Anwendung des Konzepts

    Lieber Herr Wagner,
    es freut mich, dass Sie das Therapiekonzept "Healing Psoriasis" von John Pagano vorgestellt haben. Seit ungefähr acht Wochen wende ich die Prinzipien an. Die Erfolge sind beachtlich. Die Psoriasis ist zu 90 Prozent zurückgegangen u.a.Kopfhaut fast vollständig genesen, die meisten Stellen am Körper stark zurück gegangen oder abgeheilt. Natürlich sind aus meiner Sicht das Erklärungsmodell und auch einzelne Therapiekomponenten fragwürdig. Solange durch fundierte Studien nicht die Wirkhypothesen differenziert herausgearbeitet werden, ist die beste Wahl für den Anwender dem Konzept komplett zu folgen.
    Roland R.
    am Dienstag, 4. Februar 2014, 01:28

    Zu "Psoriasis - ein vielgestaltiges Krankheitsbild: Die natürliche Alternative"

    Sehr geehrter Herr Dr. Wagner sowie alle Interessierten und Mitlesenden,
    Ihr Artikel im Aerzteblatt hat mich veranlasst, einen Beitrag darauf zu schreiben. Ich hoffe, er ist nicht zu lang um als Kommentar freigeschaltet zu werden.
    Da ich es als sehr wichtig erachte, dass unsere menschliche Spezies nur dann ueberlebensfaehig ist, wenn unsere Gesellschaft an Koerper, Geist und Seele gesund ist, will ich gerne Ihren Beitrag unterstuetzend kommentieren. Unterstuetzend deswegen, da Sie durch Ihren Beitrag in meinen Augen einer der wenigen orthodoxen Mediziner sind, die speziell betreffend der Thematik der Entstehung der Psoriasis, und das gilt gleichfalls auch fuer diverse andere Erkrankungen, das menschliche Individuum als ein ganzheitliches verstehen, welches nicht nur aus der Summe seiner Koerperzellen besteht. Aerzte Ihres „Schlages“ gibt es zwar noch wenige, aber es scheinen immer mehr zu werden, und, zugegebenermassen, erfuellt es mich mit grossem Stolz, zu sehen, dass immer mehr Mediziner der orthodoxen Richtung einen anderen Weg einschlagen, eine „neue Art des Denkens“ zeigen und somit letztendlich auch die Patienten von „ihren“ behandelnden Aerzten profitieren.
    Ich moechte Sie ermutigen, weiter „Ihre Ansichten“ zu verfolgen, denn Sie sind bereits auf dem richtigen Weg. Ihre Ansichten und die Umsetzung derselben in der Praxis werden natuerlich auch „negative“ Auswirkungen haben, nicht fuer den Patienten sondern eher fuer die etablierte (Schul-)medizin sowie auch fuer unsere in den letzten Jahrzehnten zu Recht in Verruf geratene Pharmaindustrie. Mit steigendem Bewusstsein der Kranken sowie der Erkenntnis, dass viele in der etablierten Medizin sogenannte „unheilbare“ Krankheiten naemlich gar keine sind, welches ja die Alternativ-Heilungen von Psoriasis, Neurodermitis u.a. Erkrankungen beweisen (wer heilt hat Recht), werden zwangslaeufig auch Medizin und Pharmaindustrie zumindest teilweise finanzielle Einbussen erleiden, aber die werden gewaltig sein wenn man die grosse Zahl der Betroffenen bedenkt. Das wird wohl allen Beteiligten klar sein, aber ich sehe das als einen unabdingbaren Weg, der verfolgt werden MUSS, will die Menschheit nicht mehr weiter versklavt sein und nicht mehr weiter „dahinvegetieren“ und vom derzeitigen Gesundheitssystem mitsamt der Pharmaindustrie abhaengig sein.
    Weiterhin wird die (Schul-)medizin auch in Zukunft staendig im Kreis herum irren, wenn sie nicht bereit ist ihre Denkweise zu aendern, denn wie anders liesse sich der Artikel von Prof. Enno Christophers deuten?
    Zitat Prof. Enno Christophers:
    „Auf einem anderen Blatt stehen die wohl anekdotisch zu betrachtenden Anmerkungen von Herrn Kollegen Wagner. Hier wird (wie vor hundert Jahren) vermutet, das Hautorgan widerspiegele anderswo zu ortende Pathomechanismen (am liebsten in der Leber)“
    – Meine Anmerkung dazu:
    wie waere es, Herr Prof. Christophers, wenn wir die Problematik lieber etwas weiter ausdehnen statt dass Sie Ihren eigenen Kollegen so verunglimpfen? Betroffenes Organ ist sicherlich nicht „nur“ die Leber, sondern auch und insbesondere, wie Sie, Herr Dr. Wagner, treffend unter Anfuehrung des Buches von Dr. Pagano (es gibt in Youtube fuer alle Interessierten auch einen Film in Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=JtosFcCVepg ) bemerkten, die Beteiligung des Darmes. Aber diese Problematik wurde auch bereits von dem amerikanischen Propheten (ich hoffe, ich werde nun in den Augen von Herrn Prof. Christophers nicht zu „esoterisch“) Edgar Cayce in den Vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erkannt, der da sagte:
    Zitat aus dem Buch von Edgar Cayce „Die Heilgeheimnisse des schlafenden Propheten“:
    „Schuppenflechte ist eine Hautkrankheit, gekennzeichnet durch weinrote Laesionen, bedeckt mit dicken, trockenen, mattsilbernen Schuppen. Es ist eine chronisch-entzuendliche Erkrankung, die in Schueben zum Ausbruch kommt und sich dann wieder zeitweilig bessert. Die Schuppenflechte tritt haeufig an der Kopfhaut und den Extremitaeten auf, wo die Haut immer wieder gedehnt wird.“
    Zitat Ende
    – Meine Anmerkung dazu:
    Ist es nicht vielleicht so, dass die Plaques genau dort entstehen, wo die Haut gedehnt wird (wie Cayce/Pagano erwaehnten) UND sie DESHALB an diesen Stellen nur sehr duenn ist? Sollten Edgar Cayce (und Dr. Pagano) Recht haben damit, dass Psioriasis i.d.R. dann auftritt, wenn die Darmschleimhaut des Duenndarms in der Staerke (Dicke) abnimmt, dann wird der Organismus mit Giftstoffen quasi ueberschwemmt, die die normalerweise die intakte Duenndarm-Schleimhaut fern haelt. Und diese Giftstoffe suchen sich dann den kuerzesten Weg in der Haut um den Koerper auf schnellstem Wege zu verlassen (denn das muss er um nicht weiter geschaedigt zu werden), und das sind eben die Stellen die „von Natur aus“ duenn sind wie zum Beispiel die Hautfalten, oder eben die Stellen, die gedehnt werden (z. B. Ellenbogen und Knie).
    Und eine weitere meiner Fragen lautet:
    WARUM tritt die Psoriasis so oft an behaarten Stellen des Koerpers auf? Kann es sein, dass dort, wo ein Haar aus der Haut austritt, sich eben „ein Loch“ befindet, welches in die tieferen Schichten hinein ragt, und aus genau diesen „Loechern“ auch die Giftstoffe die Haut verlassen? Weil der Weg durch diese „Loecher“ eben die kuerzeste Verbindung mit dem geringsten Widerstand zur Oberflaeche der Haut darstellt? Ich denke, diese Frage muesste wissenschaftlich ueberprueft werden. Der Beweis (oder die Widerlegung) meiner Aussage, duerfte nach mehr als 50 Jahren nach der angeblichen Mondlandung und in Zeiten der Entschluesselung des menschlichen Genoms nicht so schwer fallen. Wenn doch, so unterstelle ich Unwilligkeit, die wohl am ehesten darin begruendet liegt, veraltete Ansichten beizubehalten weil damit unendlich viel verdient werden kann.
    Da waere ich auch schon bei der naechsten meiner Fragen:
    Wenn die Psoriasis angeblich genetisch bedingt sein soll, wieso hat man dann noch nicht DAS entsprechende Gen verifizieren koennen, das an der Entstehung beteiligt sein soll? Die Aussage, dass an der Entstehung der Psoriasis ein Gendefekt die Ursache sein soll, geistert schon seit Jahrzehnten durch alle Gazetten, ohne je wirklich bestaetigt worden zu sein. Wenn es aber stimmen wuerde, so kann man sich doch an seinen 10 Fingern abzaehlen, was passieren wuerde wenn man die Ergebnisse „an die grosse Glocke“ haengt und Therapien ermoeglicht, die 2,5 Millionen Betroffene (ich persoenlich glaube, die Dunkelziffer liegt da viel, viel hoeher) auf einen Schlag von ihren Leiden befreien wuerde. Das kaeme einem gewaltigen finanziellen Einbruch beim Verdienst der Aerzteschaft und der Pharmaindustrie gleich. Kein Patient kaeme mehr in die Praxen, kein Pharmaunternehmen verdient mehr daran.
    Ich persoenlich glaube nicht an die Aussage, der Entstehung der Psoriasis ginge ein Gendefekt voraus, und nach Aussage von Dr. Stefan Lanka gibt es auch keine Viren, angeblich. Darueber aber eine Aussage zu machen ist eine Sache, die ich mir als sogenannter Medizin-Laie nicht anmassen will. Ich bin aber auch nicht gegen diese Auffassung, da ich stets bereit bin, Neues in mich aufzunehmen und, sofern mir moeglich, dieses (am eigenen Leib) zu ueberpruefen.
    Weiter Zitat aus „Heilgeheimnisse des schlafenden Propheten“:
    „Edgar Cayce hat insgesamt 54 Behandlungsanweisungen fuer die Schuppenflechte gegeben. Hier beschaeftigen wir uns mit den Forschungsergebnissen bei 19 Personen im Alter von 36 bis 74 Jahren, die insgesamt 29 Behandlungsanweisungen erhielten.“ -
    Zitat Ende
    Und jetzt kommts:
    weiter Zitat:
    „Als Hauptursache stellte Cayce bei all diesen Patienten Eliminationsstoerungen fest, und zwar im Zusammenhang mit einer Schwaeche der Darmwaende. Die anormal duennen Darmwaende (meine Anmerkung: engl. „Leaky Gut Syndrome“) erlaubten es, dass Toxine in den Blutkreislauf gelangten, was wiederum zu Stoerungen an der Hautoberflaeche fuehrte. In acht Faellen stellte Cayce als zusaetzliche Belastung Kreislaufstoerungen fest. In fuenf Faellen waren es Wirbelverschiebungen, in erster Linie im Bereich der Rueckenwirbel, die sich nachteilig auf den Kreislauf und die Funktionen der Ausscheidungsorgane auswirkten und damit zum Entstehen der Schuppenflechte beitrugen.“
    Zitat Ende
    Fuer Sie, Herr Dr. Wagner, ist dies ja nichts Neues, da Sie sich ja anscheinend gut mit der Thematik auseinander gesetzt haben. Vielmehr erwaehne ich die Erkenntnisse von Cayce/Pagano deswegen hier nochmals, da es anscheinend doch viele offene Menschen gibt die auch hierueber gerne mehr wuessten.
    Fuer alle hier einlesenden Interessierten hier die Erklaerung von Dr. Pagano, in der er beschreibt, wie er ueber Edgar Cayce zu der Behandlung von Psoriatikern gekommen ist und was getan werden muss um die Psoriasis zu heilen (in diesem Zusammenhang stellt sich mir nun natuerlich auch die Frage, inwieweit Neurodermitis und andere sogenannte „Hauterkrankungen“ , die in Wahrheit keine sind, da die Ursache woanders im Inneren des Koerpers zu suchen ist, mit der Methode von Cayce/Pagano zu beeinflussen sind):
    http://www.cayce-portal.de/Heilung%20von%20Schuppenflechte.pdf
    Hier schreibt Dr. Pagano , dass die schulmedizinische Behandlung „sogar gefaehrlich“ ist. Diese Aussage kann ich nachvollziehen und teilen, denn was passiert mit dem Koerper, wenn man ihm die Entgiftung ueber die Haut, dem Blut (Regelblutung der Frau und Blutung von Haemorrhoiden, evtl. auch geringere Blutungen der Nase wie ich sie oft nach Genuss von Kohlenhydraten bekommen habe (ich meine nicht die mikroarteriellen Blutungen, die z.B. durch Bluthochdruck entstehen koennen) - fuer mich gleichbedeutend mit der altbewaehrten Schroepftechnik zwecks Entgiftung des Blutes)), und den Schleimhaeuten (Darm = Diarrhoe, Lunge = Bronchitis, Stirn- und Kiefernhoehlen = Nasennebenhoehlenentzuendung mit eirig-schleimig-blutigem Auswurf) verweigert?
    Dann muss doch logischerweise sich der Koerper eine andere Moeglichkeit suchen die Giftstoffe unschaedlich zu machen. Kann es dann nicht sein, dass der Koerper diese Stoffe quasi endlagern MUSS? Z. B. in den Gelenken? Dann haetten wir womoeglich das, was man medizinisch unter Arthrose versteht, oder einfach Gelenkschmerzen? Wie sieht es aus mit Fibromyalgien? Oder es bilden sich vermehrt Zysten und Abszesse die dann diese Gifte aufnehmen, damit der Organismus nicht weiter geschaedigt wird. Beispiele koennte man hier noch viele anbringen. Aber irgendwann ist auch unser Koerper am Limit angelangt, wenn man ihm nicht die noetige Aufmerksamkeit mittels Entgiftung zollt. Staendig nur Giftstoffe einzulagern hat auch irgendwann einmal ein Ende, und dann kommt das beruehmte Fass zum Ueberlaufen. Im schlimmsten Fall, sofern nicht alsbald gegengesteuert wird, der koerperliche Exitus. Es gibt ja genug Herz-/Kreislauf Kranke und Krebskranke in unserer Gesellschaft, die bereits in der Warteschleife harren.
    Und weiter Zitat Prof. Christophers:
    „Die Ergründung der Ursache einer Hautkrankheit muss sich deshalb auf Struktur und Funktion, Dysfunktion und Dysregulation des erkrankten Organs konzentrieren, bevor man zu phantasieren anfängt“
    Lese ich da richtig? Phantasieren? Einen Kollegen indirekt als Phantasten betiteln? Weil er anders denkt als das Gros der orthodoxen Mediziner? Er wird quasi betrachtet als ein Nestbeschmutzer? Andere Gedanken wollen sich bei mir partout nicht einstellen. Aber es ist so, alles was einem nicht genehm ist weil man dadurch seine eigene (berufliche) Existenz als gefaehrdet ansieht, muss bekaempft werden, mit allen Mitteln. Und da ist die verbale Verunglimpfung eines Aerztekollegen nur eine eher harmlose Variante des persoenlichen Angriffs. Schliesslich geht´s ja auch schlimmer, und ich bin immer heilfroh wenn es soweit nicht kommt. Und wenn das alles Phantasien eines Dr. Wagner sein sollen, als was kann man denn den Beitrag von Prof. Christophers bezeichnen? Etwa als Ignoranz gegenueber den Tatsachen? Als Abwiegelung einer sehr ernst zu nehmenden neuen (und doch schon aelteren) Forschungsrichtung? Lieber Herr Professor Christophers, Sie wollen wirklich allen Ernstes weiterhin die Ursache der Psoriasis lokal in der Haut suchen? Das tut die orthodoxe Medizin doch schon seit vielen Jahrzehnten, aber es sind leider bis heute keine relevanten Ergebnisse zur Entstehung der Psoriasis veroeffentlicht worden, bzw. auch nur im Ansatz Therapien genannt worden, die auch wirklich zu einer Heilung fuehren. Warum nicht? Ich will es Ihnen sagen: man hat daran, wie ich bereits erwaehnte, aus besagten Gruenden gar kein Interesse.
    Ich will mich darueber nun nicht weiter auslassen, nur soviel sei noch von mir dazu angemerkt: als langjaehriger Psoriasis-Betroffener kenne ich mich mit der Materie recht gut aus und ich war immer schon und bin immer noch darum bemueht, Klarheit bezueglich meiner Psoriasis (und auch vielen anderen gesundheitlichen Problemen meiner Person und anderen Mitleidenden) zu schaffen. Ich habe viele Jahre meines Lebens damit verbracht, mit der orthodoxen Medizin mein Problem in den Griff zu bekommen (ich bin aber dafuer trotz der langen Leidenszeit sehr dankbar fuer diese Erfahrung, denn ohne diese voellig sinnlosen und nicht ungefaehrlichen Behandlungen, ich spreche lieber von Experimenten weil sie welche sind, waere ich nicht da, wo ich heute bin – um an einer Sache zu wachsen muss man erst mal tief fallen um dann umso hoeher zu steigen) – so sage ich: Danke, liebe Schulmedizin!
    Diese „Behandlungen“ zogen sich also ueber viele Jahre hin, bis mir meine Augen geoeffnet wurden, und zwar durch die Rohkostwelle, die in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts auch Deutschland vereinnahmt hat. Als erstes fingen meine Eltern mit der Rohkost an. Mein Vater hatte Angina Pectoris und hatte kurz vor Diagnosestellung mit Jogging angefangen. Zu dieser Zeit war er nur in der Lage, ca. 200-300 Meter zu laufen, dann blieb ihm die Puste einfach aus und sein Herz machte seine Spaesschen mit ihm. Sein Hausarzt war der Meinung, er muesste den Rest seines Lebens Medikamente einnehmen. Was er aber nicht wollte und auch nicht tat, nicht eine einzige Tablette hat er genommen.
    Meine Mutter litt zu dieser Zeit ca. 15 Jahre sehr schwer an Rheuma. Befall fast aller Gelenke und Deformierungen der Finger und Zehen. Aufenthalte in Krankenhaeusern, viele Medikamente und Behandlungen bestimmten ihr Leben, und keine Besserung in Aussicht. Ihr musste, auf Grund der langjaehrigen Einnahme vieler Medikamente (das behaupte ich einfach so) eine Niere entfernt werden, weil diese derart geschaedigt war, dass sie ein Karzinom bekam. Das ging so lange weiter, bis die Geschichte mit der Rohkost kam...nach ca. 2 Jahren der Ernaehrungsumstellung auf Rohkost musste sie sich auf Anraten ihres Hausarztes und ihrer damaligen Rheumaklinik untersuchen lassen, da sie durch ihr Leiden nur eingeschraenkt arbeitsfaehig war und es um die Weiterzahlung einer Invalidenrente ging. Und dort stellte man verwundert fest: sie hatte kein Rheuma mehr. Rheumafaktor? Fehlanzeige! Solch einen Fall hatten die Aerzte noch nie!!! Das konnte einfach nicht sein. Und auf die Frage, ob und was sie denn gemacht haette, dass man bei ihr kein Rheuma mehr feststellen konnte, erzaehlte sie den Aerzten von der Rohkost. Daraufhin meinten diese, die Rohkost haette aber damit ueberhaupt nichts zu tun. Ich frage mich, woher diese Aerzte diese Sicherheit genommen haben. Nur ein Arzt war dabei, der sagte: Frau Rodenberg, wenn Sie mit der Rohkost gut klar kommen dann machen Sie weiter so.
    Der gleiche Fall dann auch mit meinem Vater. Nach 2 Jahren Rohkost dann die hausaerztliche Untersuchung bezueglich seiner (damaligen) Angina Pectoris. Er wollte nur wissen, welche Ergebnisse die Rohkost bei ihm gebracht hat. Das Ergebnis war mehr als erfreulich: keine Angina Pectoris mehr, auch nicht in seinem heutigen Alter von bald 82 Jahren. Auch er wurde gefragt, was er denn unternommen hat dass keine A. Pectoris mehr festzustellen war. Als er dann von der Rohkost berichtete, meinte sein Hausarzt, dass es daran nicht liegen wuerde und es war sicherlich nur ein Zufall, dass er wieder gesundet ist. Mein Vater konnte dann mit weiterschreitender Rohkosternaehrung sein Laufpensum steigern, zuletzt waren es ca. 6 Kilometer taeglich, und das voellig ohne Probleme und voellig ohne irgendwelche Medikamente. Das alles war den behandelnden Aerzten ein absolutes Raetsel, denn es konnte nicht sein was nicht sein darf.
    Herr Dr. Wagner, als ich gelesen habe, dass Sie „Spontanheilungen von Psoriasis unter Dialyse“ erwaehnen, erinnerte ich mich sehr gut daran, dass ich auch frueher darueber gelesen hatte. Da gingen bei mir sofort alle Alarmglocken an, Eins und Eins konnten dann schnell zusammen gezaehlt werden. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nur dass das Blut regelrecht vergiftet sein musste (eine Blutuntersuchung mittels Dunkelfeldmikroskopie ergab dann auch Jahre spaeter eindeutig, dass dieses nicht in Ordnung war – die orthodoxe Medizin bzw. die Labors, zu denen die Proben geschickt werden, bedienen sich leider bis heute nicht dieser Untersuchungsmethode), denn durch die Dialyse reinigt man ja das Blut. Ich wusste allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nichts ueber die Hintergruende, warum das Blut so viele Giftstoffe enthielt. Ich kann leider nicht so ganz nachvollziehen, dass man solchen Erkenntnissen nicht weiter nachgeht.
    Zu „Eine im hohen Alter aufgetretene Psoriasis heilt nach Erhöhung der Trinkmenge ab“:
    Hierzu moechte ich sagen, dass ich es auch fuer moeglich halte, dass auch und gerade im jungen Alter es moeglich ist, sich von seiner Psoriasis durch eine ausreichende Trinkmenge zu heilen, wenn gleichzeitig andere krank machende Gewohnheiten zumindest drastisch eingeschraenkt werden. Es stellt sich allerdings wohl fuer viele die Frage: „eine ausreichende Trinkmenge von welcher Fluessigkeit?“. Die Antwort hierzu lautet: von Wasser – und zwar von gutem Wasser. Aber was kann man unter gutem Wasser verstehen? Ich will es mal so ausdruecken: gutes Wasser zeichnet sich durch eine hohe Bindungsfaehigkeit von Giftstoffen aus. Denn Wasser fungiert, was auch wiederum viele nicht wissen, nicht nur als Transportmittel fuer Naehrstoffe im Koerper, von Zelle zu Zelle, und haelt die Zellen und das Zellgefuege elastisch, sondern hat auch das Bestreben, Giftstoffe im Koerper zu binden. Es HAT auch die von der Schoepfung gewollte Aufgabe, im Koerper Giftstoffe an sich zu binden und auszuleiten. Deshalb koennen keine anderen Fluessigkeiten wie Kaffee, Tee, Alkohol und leider auch Tee in allen erdenklichen Formen, nicht als ideales Entgiftungsgetraenk angesehen werden. Und da der Mensch zu ueber 70 % aus Wasser besteht, kann man die Wichtigkeit von Wasser fuer unseren Koerper sofort erkennen. Gutes Wasser kann also nur ein Wasser sein, das selbst nicht mit Mineralien gesaettigt ist, denn sonst kann es nicht so viele Giftstoffe binden. Ergo kann ein Mineralwasser, oder auch ein „Heilwasser“ oder Leitungswasser nicht als gutes Wasser gelten. Gute Waesser koennen nur sein: a) entweder osmosiertes Wasser oder b) destilliertes Wasser oder c) gutes Quellwasser. Ob ein Wasser energetisiert werden sollte, um bessere Entgiftungsergebnisse zu erzielen, wage ich zu bezweifeln, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Bei mir hat allein die Erhoehung der Trinkmenge von Quellwasser eine wesentlche Verbesserung der Psoriasis bewirkt. Lesenswert ist in puncto Wasser das Buch von Dr. Batmanghelidj „Sie sind nicht krank sie sind durstig“, oder von Masaru Emoto das Buch „Die Botschaft des Wassers“.
    Zu „Ich habe eine alte Patientin gesehen, deren Erythrodermie nach einer Beleidigung auftrat und therapieresistent blieb, bis ihr Enkel sich bei ihr entschuldigte“:
    Das glaube ich gerne, ich weise da nur auf Dr. med. Ryke Geerd Hamer hin. Mehr will ich dazu nicht sagen. Nur so viel, dass ich denke, dass man eine Psoriasis aus zweierlei Gruenden heraus entwickeln kann: aus seelischen und koerperlichen Gruenden. Und Dr. Hamer bezieht sich in seinen Buechern und Aufsaetzen fast ausschliesslich auf die seelischen Probleme, mit wenigen Ausnahmen.
    Zu „Oft sind Subluxationen der Wirbelsäule die eigentliche Ursache für die insuffiziente Dünndarmbarriere“:
    Hierzu ist sicherlich auch die Homepage des „ChiroCenter Boris Biebl“ aus Bottrop eine lehrreiche Anlaufstelle:
    http://www.chiro-center.de/
    Im Uebrigen war ich selbst mal Patient im Universitaetsklinikum in Kiel. 7 lange Wochen der Experimentaltherapie, die Kosten dafuer waren natuerlich exorbitant und wieviel Geld, so frage ich mich, wuerden Krankenkassen sparen koennen, wenn man mehr Aufklaerung betreibt und auch alternative Methoden angewendet wuerden?
    Ich kenne Herrn Prof. Christophers persoenlich, aber nicht gut da er nur ab und an mal Visite an den Betten der Patienten machte und ich ihn nur selten zu Gesicht bekam. Und ich muss sagen, dass ich dort wirklich nur ein Versuchskaninchen war und angehenden jungen Medizinern im Hoersaal regelrecht vorgefuehrt wurde, was mir sehr unangenehm war nur in Badehose. Na ja, in einem Alter von etwa 28 Jahren war ich im Gegensatz zu anderen Menschen damals noch recht naiv und gutglaeubig und nicht besonders an Gesundheitsfragen interessiert, was heute anders ist. Mittlerweile beschaeftige ich mich nun seit fast 25 Jahren mit dieser Thematik und die ausloesenden Faktoren hierfuer waren die Erfolge meiner Eltern und das Aufkommen der Rohkost sowie meine eigene Betroffenheit. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, die Beschaeftigung mit der Rohkost hat mich sehend und denkend gemacht. Sie war genauer gesagt der Augenoeffner, den ich brauchte. Dadurch habe ich doch recht frueh erkannt, dass alle bisherigen orthodoxen „Heilungs“-methoden der Psoriasis bis heute eher kontraproduktiv sind, den Koerper mehr schaden als nutzen, und ich allein deshalb auf eine weitere „Behandlung“ allergernst verzichtet habe. Und damit bin ich gut gefahren und stehe mit dieser Einstellung gluecklicherweise nicht allein da. Ich bin zwar kein 100%-iger Rohkoestler, aber ich habe meine Psoriasis bis auf wenige Plaques im Griff (kein Vergleich zu frueher mit ca. 60%-igem Befall), ohne irgendwelche Medizin.
    In diesem Sinne wuensche ich Ihnen, Herr Dr. Wagner, eine gute Zukunft und viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg, der mit Sicherheit gut und auch richtig ist. Und auch Ihnen, Herr Prof. Christophers (wenn Sie denn hier einlesen sollten), wuensche ich eine angenehme Zeit und stets die Moeglichkeit der Aenderung Ihrer persoenlichen derzeitigen Ansichten ueber Gesundheit (die meisten Menschen wissen, was Krankheit ist, aber beim Begriff Gesundheit muessen viele passen) und insbesondere der Thematik der wirklichen Ursachen von Psoriasis und Neurodermitis.
    Herzlichst
    Roland Rodenberg

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