ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2019Arztzahlen: Kein Weitblick
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Vor längerer Zeit wurden (nur) die MVZ berechtigt, angestellte Ärzte zu beschäftigen, „zur Verbesserung der Versorgung“. Was ist Fakt? Angestellte Ärzte dürfen maximal 40 Stunden in der Woche arbeiten. Niedergelassene Ärzte arbeiten im Durchschnitt 50 Stunden. Die Ärztestatistik weist jetzt 39 000 angestellte Ärzte in Praxis aus, das heißt, es sind bis zu circa 39 000 : 5 = circa 8 400 Stunden Arztarbeitspotenzial „durch die Verbesserung der Versorgung eingestampft“ worden. Die Politik verschläft die Korrektur. Die erlaubte Arbeitszeit für angestellte Ärzte sollte 50 Stunden sein, die Arbeitszeitgestaltung sollte ... stufenlos verwaltet werden können, nicht nur in den Blöcken (1/4-tags bis 10 Stunden, 1/2-tags 11–20 Stunden, 3/4- tags 21–30 Stunden, ganztags 31–40 Stunden. Die Bürokratie ... sollte im Interesse schneller Nachbesetzungen entlastet und gebührenbefreit werden. „Die Medizin wird weiblich“ bedeutet, dass der Wunsch nach Teilzeit steigt. Wie wäre es mit Gendergerechtigkeit „mal anders“? „Jungs“ haben in der Schule ... im Durchschnitt schlechtere Noten und sind so bei dem Notenprinzip ... benachteiligt. Also: 50 Prozent der Studienplätze für junge Männer.

Gerhard Leinz, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, 24103 Kiel

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige