ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2019Gesetzliche Krankenversicherung: Weiter Streit um Krankenhausabrechnungen

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Gesetzliche Krankenversicherung: Weiter Streit um Krankenhausabrechnungen

Hillienhof, Arne

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56 Prozent der Krankenhausabrechnungen sind den Krankenkassen zufolge falsch. Foto: rogerphoto/stock.adobe.com
56 Prozent der Krankenhausabrechnungen sind den Krankenkassen zufolge falsch. Foto: rogerphoto/stock.adobe.com

Der Streit zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen rund um Abrechnungsprüfungen geht weiter. Wie der GKV-Spitzenverband kürzlich bekannt gab, seien 56 Prozent der geprüften Abrechnungen fehlerhaft gewesen. Als Folge daraus hätten Krankenhäuser für 2017 rund 2,8 Milliarden Euro an die Kassen zurückbezahlen müssen. „Wir wollen, dass alle Krankenhausleistungen gut und fair vergütet werden. Das bedeutet aber auch, dass wir kein Geld für falsche Krankenhausabrechnungen ausgeben“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg. Der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zufolge handelt es sich zum größten Teil um „Resignationsmasse“, weil die Kliniken den Klageweg nicht beschreiten wollten. Bei den beanstandeten Rechnungen handele es sich massenhaft um medizinische Einschätzungsunterschiede und formale Kriterien, die von den Kassen zur Rechnungskürzung genutzt würden. „Wollen sich die Krankenhäuser gegen diese Willkür wehren, müssten sie langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren durchführen“, argumentiert die DKG. Sie bezeichnete die ständigen wissentlich falschen Behauptungen durch die Kassen, dass es sich bei Rechnungskürzung um Falschabrechnungen handele, als „unerträglich.“ Die DKG fordert eine Reform der Abrechnungsprüfungen. Darüber hinaus müsse der Medizinische Dienst unabhängig von den Kassen neu aufgestellt werden. hil

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