ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2019IT-Ratgeber: TI-Anschluss: Tipps rund um den Installationstermin

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IT-Ratgeber: TI-Anschluss: Tipps rund um den Installationstermin

Dtsch Arztebl 2019; 116(19): A-956 / B-788 / C-776

KBV

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Damit bei der Installation der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) alles rund läuft, können Praxen einige Dinge vorbereiten. Zugangsdaten sollten bereitliegen und die Software auf dem neuesten Stand sein. Die KBV stellt eine praktische Checkliste zum TI-Anschluss für Ärzte und Psychotherapeuten bereit.

Für den Installationstermin sollten Praxen ausreichend Zeit einplanen und vorab mit ihrem Dienstleister alle Details besprechen.

Zum Beispiel sollten besondere IT-Anforderungen geklärt werden – etwa falls der Arzt weiterhin auch von zu Hause auf den Praxisrechner zugreifen oder Internettelefonie nutzen will. Danach richtet sich, wie der Konnektor in das Netzwerk der Praxis integriert wird (Stichwort: Reihen- oder Parallelschaltung) und welche Sicherheitsmaßnahmen zusätzlich nötig sind.

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Am Tag der Installation muss der Praxisausweis (SMC-B-Karte) freigeschaltet sein, den Praxen für die Anmeldung an die TI benötigen. Das entsprechende Passwort sowie die Zugangsdaten für DSL-Router und Internetanbieter sowie die Administrationsberechtigung für das Praxisverwaltungssystem (PVS) und das Betriebssystem sollten bereitliegen.

Sicherheitsmaßnahmen

Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Virenschutz und die Nutzung von sicheren Passwörtern sind auch nach dem Anschluss an die TI erforderlich. Die KBV rät deswegen, ein gesamthaftes Sicherheitskonzept für die Praxis zu haben. Dies gilt unabhängig davon, ob die Installation im Reihen- oder Parallelbetrieb vorgenommen wird.

Auch für Haftungsfragen im Falle eines Datenschutzvorfalls ist es relevant, die gesamte Datensicherheit zu betrachten: Ärzte und Psychotherapeuten sind nicht für die Sicherheit in der TI und deren Technik verantwortlich, wohl aber für den sorgsamen Umgang mit personenbezogenen Daten in ihrer Praxis.

Ansprechpersonen für technische Probleme

Wenn es Probleme mit der Technik gibt, stehen den Praxen verschiedene Ansprechpersonen zur Verfügung. Dabei ist zu unterscheiden, ob sie die TI-Komponenten als Bundle von einem Anbieter bezogen und installiert bekommen haben oder ob sie einzelne Komponenten gekauft und selbst installiert haben.

Sollte es zum Beispiel zu Problemen mit der Verbindung zur TI kommen oder etwa der Konnektor defekt sein, ist der TI-Dienstleister gefragt – hier gibt es in den meisten Fällen eine Service-Hotline. Hat die Praxis die Installation selbst durchgeführt, ist der Anbieter des VPN-Zugangsdienstes Ansprechpartner und für die defekten Komponenten die jeweilige Bezugsquelle.

Fehlermeldungen lassen sich nicht immer eindeutig zuordnen, sodass sich ein stufenweises Vorgehen zur Problemlösung anbietet. So kann zunächst auch der PVS-Hersteller gefragt sein. KBV

Checkliste für den Anschluss an die TI:
http://daebl.de/GC28

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