SUPPLEMENT: Perspektiven der Diabetologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2019; 116(20): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Frauen mit Diabetes Typ 1 oder 2 kommen früher in die Wechseljahre als stoffwechselgesunde Frauen. Diese geläufige These wurde erstmals durch eine Metaanalyse belegt, die auf dem europäischen Diabeteskongress 2018 (EASD; Abstract #901) in Berlin vorgestellt wurde. Die Analyse aus 13 Studien mit 191 762 postmenopausalen Frauen und 21 664 Diabeteserkrankungen ergab, dass Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr die Menopause erreichten, eine um 50 % höhere Wahrscheinlichkeit hatten, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, als Frauen mit normaler Menopause im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. In ähnlicher Weise waren Frauen, deren Fruchtbarkeit vor dem 45. Lebensjahr zu Ende ging, 15 % häufiger Diabetikerinnen als Frauen mit normaler Menopause.

Offenbar beschleunigen die metabolischen Störungen die Alterung des reproduktiven Systems. Da der sinkende Östrogenspiegel die Insulinempfindlichkeit beeinflusst, kommt es auch bei ansonsten gesunden Frauen zu schwankenden Blutzuckerwerten und einer Gewichtszunahme. „Viele Patientinnen kennen diesen Zusammenhang nicht und werden von plötzlichen Blutzuckerschwankungen überrascht“, meint Prof. Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger, die in dieser Perspektiven-Ausgabe die Besonderheiten der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus im Verlauf der Wechseljahre darstellt.
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