ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2019Johannes Köbberling: Verfechter der evidenzbasierten Medizin

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Johannes Köbberling: Verfechter der evidenzbasierten Medizin

Dtsch Arztebl 2019; 116(20): A-1025 / B-843 / C-831

Spielberg, Petra

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Johannes Köbberling, Foto: privat
Johannes Köbberling, Foto: privat

Für seine außergewöhnlichen Verdienste um das Gebiet der Inneren Medizin hat der Internist und Gastroenterologe Prof. Dr. med. Johannes Köbberling aus Wuppertal die Leopold-Lichtwitz-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) erhalten.

Köbberling gilt als Verfechter einer evidenzbasierten Medizin und war 1998 maßgeblich an der Gründung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin beteiligt. In seinem Eröffnungsvortrag als Präsident der DGIM im Jahr 1997 äußerte sich der Internist pointiert gegen unwissenschaftliche Behandlungsmethoden, die für ihn den Boden der Inhumanität darstellten. Als Mitglied der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft arbeitete der heute 79-Jährige zudem an der Erstellung einer Positivliste für Arzneimittel mit.

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Köbberling studierte Medizin in Göttingen. Nach Promotion und Habilitation trat er 1986 in Wuppertal das Amt als Direktor des Ferdinand-Sauerbruch-Klinikums und zugleich eine Professur an der Universität Düsseldorf an. 1999 folgte der Lehrstuhl für Innere Medizin an der Universität Witten-Herdecke. Ein Jahr später wurde Köbberling zum Chefarzt der Kliniken St. Antonius in Wuppertal ernannt. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2005 leitet er dort den Bereich Risiko- und Qualitätsmanagement. Köbberling ist ferner stellvertretendes geschäftsführendes Mitglied der Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler bei der Ärztekammer Nordrhein und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Petra Spielberg

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