ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2019Ambulante Krebsberatung: Krankenkassen sollen Kosten mittragen

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Ambulante Krebsberatung: Krankenkassen sollen Kosten mittragen

Dtsch Arztebl 2019; 116(20): A-983 / B-815 / C-803

Maybaum, Thorsten

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Ambulante Krebsberatungsstellen, die an Krebs erkrankten Personen und ihren Angehörigen psychoonkologische Beratung und Unterstützung anbieten, sollen ab dem 1. Januar 2020 von den Krankenkassen gefördert werden. Das sieht ein Änderungsantrag der Bundestagsfraktionen von Union und SPD vor. Unter Zugrundelegung der in einer Studie projizierten Gesamtkosten für die ambulante psychosoziale Krebsberatung von 44 bis 52 Millionen Euro, die zur Versorgungs-deckung notwendig wären, betrage der Kostenanteil der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) rund 21 Millionen Euro, rechnen die Bundestagsfraktionen der Großen Koalition vor. Die Fördermittel sollen von anfangs 21 Millionen Euro ab dem Jahr 2023 weiter erhöht werden. Hintergrund für den Vorstoß sei die derzeitige Finanzierung der Krebsberatungsstellen, die bislang zu einem großen Teil auf Spenden und freiwilligen Zahlungen basierte, wie Union und SPD schreiben. Grund sei, dass die ambulante psychosoziale Beratung aufgrund ihrer psychosozialen Zielsetzung grundsätzlich nicht zum Leistungsumfang der GKV gehöre. Union und SPD bezeichneten es als „sachgerecht“, dass die GKV eine Finanzierungsverantwortung übernehme. Der GKV-Spitzenverband soll die genauen Fördervoraussetzungen festlegen. Vorgesehen ist, die Änderungen an das Gesetz zur Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung anzuhängen. may

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