MEDIZIN: Diskussion

Schlusswort

Dtsch Arztebl Int 2019; 116(21): 376; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0376b

Zoremba, Norbert; Coburn, Mark

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Ziel unseres Artikels war es, einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zum Delir im Krankenhaus zu geben. Insbesondere die Diagnosefindung, Maßnahmen zur Delirprävention und Delirtherapie sind essenziell für das Outcome des Patienten (1). Die Ausführungen in unserem Artikel beziehen sich sowohl auf internistische als auch operative Patienten, unabhängig von Patientenalter und Vorerkrankungen, und sollen für die Problematik des Delirs im Krankenhaus sensibilisieren (2).

Die Ausführungen der Professoren Kratz und Diefenbacher zum postoperativen Delir und zu postoperativen kognitiven Defiziten sowie die Hinweise auf Patienten mit einer demenziellen Erkrankung unterstützen wir uneingeschränkt. Jedoch handelt es sich bei diesen Patientengruppen um ein besonderes Kollektiv, das nicht das volle Patientenspektrum in einem Krankenhaus widerspiegelt. Unsere Aufgabe muss es sein, eine zielgerichtete Delirprävention, eine frühe Delirdetektion und eine rasche Delirtherapie großflächig zu gewährleisten. Nur so gelingt es auch bei kognitiv nicht eingeschränkten Patienten aller Fachdisziplinen ein Delir während eines Kranken­haus­auf­enthaltes zu vermeiden oder zeitnah zu therapieren und dadurch ein protrahiertes oder dauerhaftes kognitives Defizit zu vermeiden (3, 4).

DOI: 10.3238/arztebl.2019.0376b

PD Dr. med. Norbert Zoremba PhD
Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh
norbert.zoremba@sankt-elisabeth-hospital.de

Prof. Dr. med. Mark Coburn
Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum RWTH Aachen

Interessenkonflikt

PD Dr. Zoremba und Prof. Coburn erhielten Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung sowie Vortragshonorare von den Firmen Orion Phama und von MD Horizonte GmbH.

1.
Avelino-Silva TJ, Campora F, Curiati JAE, et al.: Prognostic effects of delirium motor subtypes in hospitalized older adults: a prospective cohort study. PLoS One 2018; 13: e0191092 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.
Zoremba N, Coburn M: Acute confusional states in hospital. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 101–6 VOLLTEXT
3.
Devlin JW, Skrobik Y, Gelinas C, et al.: Clinical practice guidelines for the prevention and management of pain, agitation/sedation, delirium, immobility, and sleep disruption in adult patients in the ICU. Crit Care Med 2018; 46: e825–73.
4.
Aldecoa C, Bettelli G, Bilotta F, et al.: European Society of Anaesthesiology evidence-based and consensus-based guideline on postoperative delirium. Eur J Anaesthesiol 2017; 34: 192–214 CrossRef MEDLINE
1.Avelino-Silva TJ, Campora F, Curiati JAE, et al.: Prognostic effects of delirium motor subtypes in hospitalized older adults: a prospective cohort study. PLoS One 2018; 13: e0191092 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.Zoremba N, Coburn M: Acute confusional states in hospital. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 101–6 VOLLTEXT
3.Devlin JW, Skrobik Y, Gelinas C, et al.: Clinical practice guidelines for the prevention and management of pain, agitation/sedation, delirium, immobility, and sleep disruption in adult patients in the ICU. Crit Care Med 2018; 46: e825–73.
4.Aldecoa C, Bettelli G, Bilotta F, et al.: European Society of Anaesthesiology evidence-based and consensus-based guideline on postoperative delirium. Eur J Anaesthesiol 2017; 34: 192–214 CrossRef MEDLINE

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