ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019Oberflächliche Wundinfekte nach intrakutaner Hautnaht versus Klammernaht

MEDIZIN: Originalarbeit

Oberflächliche Wundinfekte nach intrakutaner Hautnaht versus Klammernaht

Eine prospektive randomisierte monozentrische Studie in der elektiven gastrointestinalen Chirurgie

Superficial surgical site infection following the use of intracutaneous sutures versus staples—a randomized single-center trial in an elective gastrointestinal surgery setting

Dtsch Arztebl Int 2019; 116(21): 365-71; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0365

Maurer, Elisabeth; Reuss, Alexander; Maschuw, Katja; Aminossadati, Behnaz; Neubert, Thomas; Schade-Brittinger, Carmen; Bartsch, Detlef K.

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Hintergrund: Oberflächliche Wundinfekte nach gastrointestinalen Operationen beeinträchtigen die Lebensqualität der betroffenen Patienten stark. Da die optimale Methode des Hautverschlusses nach elektiven gastrointestinalen Eingriffen zur Reduktion von Wundinfekten noch ungeklärt ist, wurde das Auftreten von Wundinfekten nach intrakutaner Hautnaht beziehungsweise nach Klammernaht verglichen.

Methode: In einer prospektiven randomisierten monozentrischen Studie wurden Patienten, die sich einer elektiven gastrointestinalen Operation unterziehen mussten, intraoperativ entweder in die Intrakutannaht- oder die Klammernahtgruppe randomisiert. Der primäre Endpunkt Auftreten eines A1-Wundinfekts innerhalb der ersten 30 postoperativen Tage wurde gemäß dem „intention-to-treat“-Prinzip ausgewertet.

Ergebnisse: Von 280 Patienten wurden 141 in die Nahtgruppe und 139 in die Klammergruppe randomisiert. Beide Gruppen unterschieden sich nicht signifikant hinsichtlich Alter, Geschlecht und ASA-Klassifikation. Bei 19 von 141 Patienten (13,5 %) nach intrakutaner Hautnaht trat ein A1-Wundinfekt auf verglichen mit 23 von 139 Patienten (16,6 %) nach Klammernaht (Odds-Ratio [OR]: 0,79; 95-%-Konfidenzintervall: [0,41; 1,52]; p = 0,47). In der multiplen Regression waren die Art des Eingriffs (kolorektale Operation), der Zugang und die Länge der Inzision unabhängige Risikofaktoren für einen A1-Wundinfekt. Werden die Wunddehiszenzen mitberücksichtigt, traten Wundkomplikationen signifikant häufiger in der Klammergruppe als in der Intrakutannahtgruppe auf (16,3 % [23/141] versus 30,2 % [42/139], OR: 0,45 [0,25; 0,80]; p = 0,006).

Schlussfolgerung: Die intrakutane Hautnaht reduziert das Auftreten von oberflächlichen Wundinfekten in der elektiven gastrointestinalen Chirurgie im Vergleich zur Klammernaht nicht, allerdings treten Wunddehiszenzen seltener auf.

LNSLNS

Die Prävention von Wundinfekten nach operativen Eingriffen ist für jede chirurgische Disziplin von großem Interesse, um die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern. Wundinfekte gehören zu den häufigsten nosokomialen Infekten (1), führen oft zu einer Verlängerung des Kranken­haus­auf­enthalts und zu gesteigerten Kosten (24). Wundinfekte stellen die dritthäufigste nosokomiale Infektion mit einer Inzidenz von 16 % (5) dar; in Deutschland wird die Häufigkeit der im Krankenhaus erworbenen, postoperativen Wundinfekte auf 225 000 Fälle pro Jahr geschätzt (6).

Im Jahr 1999 wurden eine international anerkannte Klassifikation für chirurgische Wundinfekte von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Atlanta, USA, sowie Richtlinien zur Prävention entworfen (7) (Tabelle 1) und 2017 aktualisiert (8). In Deutschland wurden die CDC-Kriterien vom Robert Koch-Institut übernommen und implementiert (Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen) (9, 10). Die WHO empfiehlt in ihren „Global Guidelines for the Prevention of Surgical Site Infection“ 29 prä- und intraoperative Maßnahmen zur Vermeidung von Wundinfekten (11).

Definitionen für nosokomiale Infektionen: postoperative Wundinfektionen*
Definitionen für nosokomiale Infektionen: postoperative Wundinfektionen*
Tabelle 1
Definitionen für nosokomiale Infektionen: postoperative Wundinfektionen*

Die patienteneigene Flora wird, trotz evidenzbasierter präoperativer Antisepsis, als Hauptquelle für die Entwicklung von Wundinfekten erachtet und verursacht endogene Infektionen mit einem Verhältnis von 90 % zu 10 % im Vergleich zu exogenen Infektionen durch Kontamination mit externen Stoffen (7). Hinsichtlich der präoperativen Vorbereitung der Haut konnte kein Unterschied gefunden werden (12). Das Spülen der Wunden vor dem Wundverschluss, vor allem in der Kolorektalchirurgie, führt zu einer signifikanten Reduktion von Wundinfekten (13). Die Wundheilung kann unter anderem beeinflusst werden durch (9, 1418):

  • die Dauer des präoperativen Kranken­haus­auf­enthalts
  • die intraoperative Antibiotikaprophylaxe
  • die chirurgische Händedesinfektion
  • den Ort des Eingriffs
  • die Klimatechnik des Operationssaals
  • die Körpertemperatur des Patienten
  • den Wundrandschutz.

Die meisten der genannten Faktoren können durch den behandelnden Chirurgen nur bedingt beeinflusst werden. Eine universell anwendbare Möglichkeit, die Wundheilung bei jedem Patienten zu optimieren, könnte die Wahl des „richtigen“ Nahtmaterials und die „richtige“ Nahttechnik für den Hautverschluss sein. Bis heute existieren kaum prospektive Daten, die die Hautverschlusstechnik nach gastrointestinalen Eingriffen thematisieren. Sechs randomisierte Studien seit dem Jahr 1981 befassten sich mit dem Auftreten von Wundinfekten nach Verwendung von Hautklammern oder Hautnähten in der Viszeralchirurgie (1924). Die Studienpopulationen und -designs waren sehr heterogen und es wurden unterschiedliche Nahttechniken und -materialien (25, 26) verwendet, sodass keine eindeutigen Ergebnisse zum Vorteil von Nähten oder Klammern erhoben wurden. In einer japanischen Studie (19) zeigte sich in der Subgruppenanalyse, dass die Verwendung von Subkorealnähten im Vergleich zu Hautklammern in der Untergruppe der Patienten mit Eingriffen am unteren Gastrointestinaltrakt eine signifikant geringere Rate an Wundinfekten bewirkte. Eine weitere prospektive randomisierte Studie aus dem Jahr 2016 an 401 Patienten ergab keinen Unterschied im Auftreten von Wundinfekten zwischen Subkoreal- und Klammernaht in der Abdominalchirurgie (20).

Letztlich kann anhand existierender Daten derzeit keine eindeutige Empfehlung zur optimalen Hautverschlusstechnik nach elektiven gastrointestinalen Eingriffen gegeben werden. Wir führten eine prospektive randomisierte Studie durch, die die Verwendung einer fortlaufenden Intrakutannaht und Hautklammern hinsichtlich des Auftretens von Wundinfekten nach elektiven gastrointestinalen Eingriffen verglich (27).

Methoden

Studiendesign und Patienten

Die Studie wurde als monozentrische prospektive randomisierte kontrollierte Studie mit einer Interventionsgruppe und einer aktiven Kontrollgruppe konzipiert. In der Interventionsgruppe erfolgte der Hautverschluss mit einer fortlaufenden resorbierbaren Intrakutannaht (Monosyn 4–0 [Glykonat] „Nahtgruppe“), in der Kontrollgruppe mit Hautklammern (WECK Visistat 35W 6,5 × 4,7 mm „Klammergruppe“).

Ein positives Votum der Ethikkommission der Philipps-Universität Marburg lag vor. Die Studie wurde im Deutschen Register für Klinische Studien (DRKS) registriert (DRKS 00004542). Das Studienprotokoll wurde publiziert (27).

Eingeschlossen wurden Patienten, die sich einer elektiven abdominellen Operation über eine mediane oder quere Laparotomie unterziehen mussten. Die durchgeführten Eingriffe beinhalteten Dünndarmresektionen, kolorektale Eingriffe inklusive laparoskopisch-assistierter Operationen mit mindestens 6 cm langem Pfannenstielschnitt, Ösophagusresektionen, Magen- und Duodenaleingriffe, Pankreasresektionen, Leberresektionen, offene Cholezystektomien mit oder ohne Choledochusrevision, gastrointestinale Bypassoperationen und biliodigestive Anastomosen. Die Lebenserwartung der Patienten musste bei mindestens 12 Monaten liegen.

Ausschlusskriterien waren eine vorangegangene antibiotische Therapie innerhalb der letzten 14 präoperativen Tage und eine stationäre Aufnahme mehr als 4 Tage vor dem Eingriff. Patienten mit bereits stattgehabter medianer oder querer Laparotomie wurden ausgeschlossen, wenn für den aktuellen Eingriff der gleiche Zugang wiedereröffnet wurde.

Primärer Endpunkt der Studie war das Auftreten eines A1-Wundinfekts entsprechend der CDC-Klassifikation (7) innerhalb von 30 Tagen postoperativ, diagnostiziert durch den behandelnden Chirurgen. Ein A1-Wundinfekt ist entsprechend der CDC-Kriterien definiert als Infektion an der Hautinzisionsstelle innerhalb von 30 Tagen postoperativ, die nur Haut oder Subkutangewebe einbezieht (7) (Tabelle 1).

Als sekundäre Endpunkte wurden erfasst:

  • Dauer des Hautverschlusses
  • kosmetisches Ergebnis nach 30 Tagen
  • Dauer des Kranken­haus­auf­enthalts
  • Dauer der Arbeitsunfähigkeit.

Randomisierung und Verblindung

Die teilnehmenden Patienten wurde intraoperativ nach Faszienverschluss durch einen Telefonanruf 1 : 1 im Koordinationszentrum für Klinische Studien (KKS) der Philipps-Universität Marburg in die Nahtgruppe oder die Klammergruppe randomisiert. Die Randomisierungsmethode basierte auf einer im KKS Marburg erzeugten Randomisationsliste mit permutierten Blöcken zufälliger Länge. Das Ergebnis der Randomisation wurde den behandelnden Chirurgen erst beim Anruf vor Faszienverschluss mitgeteilt.

Studienablauf

Der Studienablauf wurde detailliert im publizierten Studienprotokoll beschrieben (27). Die operative Prozedur blieb in beiden Gruppen von der Studienteilnahme unbeeinflusst, da sich die Intervention lediglich auf den Hautverschluss bezog. Der Chirurg wurde entblindet, nachdem die Operation fertiggestellt und die Faszie verschlossen war.

Intraoperative Komplikationen wie eine außergewöhnliche Kontamination der Bauchhöhle, ein relevanter Blutverlust über 500 mL und intraoperative kardiovaskuläre Komplikationen wurden dokumentiert.

Der Hautverschluss erfolgte entweder durch den Erstoperateur oder den Assistenten, entsprechend der täglichen klinischen Routine.

Die Follow-up-Untersuchungen erfolgten am 2., 5., 10. und 30. postoperativen Tag durch die verantwortlichen Studienärzte parallel zur Beurteilung durch einen zertifizierten Wundmanager. Die Zeichen eines A1-Wundinfektes entsprechend der CDC-Kriterien wurden dokumentiert und eine Fotodokumentationen der Wunden erfolgten bei jeder Follow-up-Visite. Die Hautklammern wurden am 10. postoperativen Tag entfernt, die Hautnaht bedurfte keiner Entfernung.

Das Auftreten von A2- oder A3-Wundinfekten oder jede notwendige Re-Operation führten zum Ausschluss vom weiteren Follow-up.

Statistische Auswertung

Die Fallzahlkalkulation basierte auf der retrospektiven Auswertung klinikinterner Daten aus den Jahren 2009 und 2011 von 387 Patienten. Es wurde eine A1-Wundinfekterate von 14 % in der Klammergruppe und von 4 % in der Nahtgruppe angenommen. Eine Fallzahl von 128 Patienten pro Gruppe erreicht eine Power von 80 % im Chi-Quadrat-Test mit einem zweiseitigen Signifikanzniveau von 0,05. Unter Annahme einer „drop out“-Rate von 10 % wurden insgesamt 286 Patienten randomisiert.

Der primäre Endpunkt war das Auftreten eines A1-Wundinfekts innerhalb von 30 Tagen postoperativ, definiert als die Anzahl der Patienten mit A1-Wundfekt bezogen auf die Anzahl der insgesamt in diese Gruppe randomisierten Patienten. Die Primäranalyse wurde in einer modifizierten „intention-to-treat“-Population durchgeführt. Patienten, bei denen die Erfassung des Hauptzielkriteriums früher als 30 Tage postoperativ beendet wurde, ohne dass ein A1-Wundinfekt aufgetreten war, wurden im Sinne einer „last observation carried forward“-Ersetzung als ohne A1-Wundinfekt gewertet. Die Wundinfektraten wurden mittels eines zweiseitigen Chi-Quadrat-Tests zum Signifikanzniveau 0,05 verglichen. Als Sensitivitätsanalyse wurden multiple logistische Regressionsmodelle mit der Art des Eingriffs beziehungsweise dem Alter als zusätzliche Kovariaten berechnet.

Die sekundären Endpunkte und Patientencharakteristika wurden explorativ mit adäquaten statistischen Methoden (Median und Interquartilrange [IQR], Mann-Whitney-U-Test für kontinuierliche Verteilung, prozentuale Anteile und Chi-Quadrat-Tests für diskrete Verteilungen) analysiert. Die Analysen erfolgten mit dem Programm SAS 9.4.

Ergebnisse

In der Zeit vom März 2013 bis zum Dezember 2015 wurden 756 Patienten gescreent, von denen 470 nicht die Einschlusskriterien erfüllten. Es wurden 286 Patienten randomisiert, 143 in die Nahtgruppe und 143 in die Klammergruppe (Grafik). Die Auswertung der Fälle zeigte, dass 2 Patienten in der Nahtgruppe und 4 Patienten in der Klammergruppe die Einschlusskriterien nicht erfüllten (zum Beispiel Lebenserwartung unter 12 Monaten bei intraoperativ diagnostizierter Peritonealkarzinose). Folglich umfasste die modifizierte „intention-to-treat“-Population 141 Patienten in der Nahtgruppe und 139 Patienten in der Klammergruppe. In der Nahtgruppe mussten 7, in der Klammergruppe 10 Patienten innerhalb von 30 Tagen re-operiert werden. Weitere 5 Patienten (4 in der Nahtgruppe, 1 in der Klammergruppe) wurden wegen technischer Probleme ausgeschlossen.

Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Grafik
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme

Die demografischen und klinischen Charakteristika der Patienten waren in beiden Gruppen ausgeglichen, lediglich das Patientenalter war in der Nahtgruppe geringfügig höher (Tabelle 2). Die Art des Eingriffs, der operative Zugang, die Länge der Hautinzision, die Dicke des subkutanen Fettgewebes, der intraoperative Blutverlust wie auch eine außerordentliche Kontamination des Situs unterschieden sich nicht in beiden Gruppen (Tabelle 2).

Demografische und klinische Patientencharakteristika
Demografische und klinische Patientencharakteristika
Tabelle 2
Demografische und klinische Patientencharakteristika

Ein postoperativer A1-Wundinfekt zeigte sich innerhalb von 30 Tagen bei insgesamt 42 von 280 (15,0 %) Patienten (Tabelle 3). 83 % der A1-Wundinfekte traten nach dem 10. postoperativen Tag auf. Die Rate an A1-Wundinfekten war in beiden Gruppen nicht statistisch signifikant unterschiedlich: 13,5 % (19 von 141 Patienten) in der Nahtgruppe und 16,6 % (23 von 139 Patienten) in der Klammergruppe (Odds-Ratio [OR]: 0,79; 95-%-Konfidenzintervall [0,41; 1,54], p = 0,47).

Rate an A1-Wundinfekten innerhalb der nach Eingriffsort definierten Untergruppen
Rate an A1-Wundinfekten innerhalb der nach Eingriffsort definierten Untergruppen
Tabelle 3
Rate an A1-Wundinfekten innerhalb der nach Eingriffsort definierten Untergruppen

Die univariate logistische Regressionsanalyse zeigte eine Assoziation der Art des Eingriffs mit der Wundinfektrate (p = 0,04, „likelihood ratio“-Test). A1-Wundinfekte manifestierten sich am häufigsten nach Eingriffen am unteren Gastrointestinaltrakt (kolorektale Eingriffe, 32 von 165 Patienten, 19,4 %), gefolgt von den hepatobiliären und pankreatischen Operationen (8 von 71 Patienten, 11,3 %) und den Eingriffen am oberen Gastrointestinaltrakt (2 von 44 Patienten, 4,6 %) (Tabelle 3). Auch nach Hinzunahme der Art des Hautverschlusses in der multiplen Regression blieb diese Assoziation signifikant („data not shown“).

Bemerkenswert ist, dass in der Klammernahtgruppe vermehrt Wunddehiszenzen nach Klammerentfernung am 10. Tag auftraten (21 von 139 Patienten, 15,1 %), die zwar nicht als Wundinfekt entsprechend der CDC-Klassifikation gewertet wurden, jedoch eine Wundkomplikation darstellten. In der Nahtgruppe waren weniger Patienten (4 von 141 Patienten, 2,8 %) von Wunddehiszenzen betroffen (p = 0,0002). Dieses Ergebnis fiel im Rahmen der Auswertung auf.

A2- und A3-Wundinfekte kamen in beiden Gruppen gleich häufig vor: 4 (2,8 %) beziehungsweise 5 (3,6 %) Patienten in der Nahtgruppe und 4 (2,9 %) beziehungsweise 6 (4,3 %) Patienten in der Klammergruppe.

Die notwendige Zeit für den Hautverschluss war durchschnittlich 6 Minuten länger in der Nahtgruppe mit einer mittleren Dauer von 7,4 gegenüber 1,3 Minuten in der Klammergruppe (p < 0,0001). Die durchschnittliche Krankenhausverweildauer betrug in beiden Gruppen 12 Tage (IQR 9–17). Das kosmetische Ergebnis und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit wurden wegen Unvollständigkeit der Daten nicht ausgewertet.

Diskussion

Keine der von den Gesundheitsorganisationen gegebenen, evidenzbasierten Empfehlungen zur Prävention und Behandlung von Wundinfekten geht auf die Hautverschlusstechnik ein (911). Nur zwei multizentrische randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) vergleichen Subkorealnähte und Klammernähte als Hautverschluss nach gastrointestinalen Eingriffen (19, 20). Tsujinaka et al. konnten keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Techniken an 1080 Patienten in 24 Kliniken ermitteln, wobei eine Subgruppenanalyse eine Reduktion der Wundinfektionsrate durch Subkorealnähte nach kolorektalen Eingriffen ergab (19). Dieses Ergebnis wurde durch eine weitere multizentrische Studie an 401 Patienten bestätigt (20).

Die vorgestellte Studie vergleicht erstmals prospektiv das Auftreten von A1-Wundinfekten in der elektiven Gastrointestinalchirurgie nach Verwendung von Intrakutannähten oder Klammernähten. Beide Hautverschlusstechniken wurden bewusst aufgrund ihrer Unterschiede hinsichtlich Applikation und Dichtigkeit des Hautverschlusses gewählt. Beide Hautverschlusstechniken haben Vor- und Nachteile. Hautklammern sind mit einem einmal verwendbaren Stapler schnell anzubringen. Dies reduziert die Operationszeit (19, 20), so auch in unserer Studie. Nach einem angemessene Heilungszeitraum müssen die Klammern entfernt werden. Als ein theoretischer Nachteil der Klammernaht ist der nichtdichte, nur punktuelle Hautverschluss anzusehen. Zudem verletzen die Klammern potenziell Haarfollikel, Schweiß- und Talgdrüsen. Wenn man die patienteneigene Flora als Hauptquelle für Wundinfekte ansieht (7), würde ein dichter Hautverschluss ohne Verletzung dermaler Strukturen möglicherweise Wundinfekte vermeiden. Folglich wurde als Vergleichsgruppe die fortlaufende Intrakutannaht gewählt. Die Intrakutannaht ist für den Verschluss sauberer Wunden allgemein akzeptiert, wird jedoch in der gastrointestinalen Chirurgie mit Skepsis betrachtet. Die Intrakutannaht verspricht einen dichten Verschluss der Epidermis ohne dermale Strukturen zu affektieren. Die selbstauflösenden Fäden müssen nicht entfernt werden, was den Patientenkomfort erhöht. Die Kosmetik wird positiv bewertet. Nachteilig an der Intrakutannaht sind ihre geringe Stabilität und die mögliche Hautperforation mit lokaler Inflammation.

Zwischen Intrakutannaht und Klammernaht konnte kein signifikanter Unterschied im Auftreten von A1-Wundinfekten nachgewiesen werden, weder in der Gesamtstudienpopulation noch in den Untergruppen. Erwartungsgemäß war die A1-Wundinfektrate in der Untergruppe der Eingriffe am unteren Gastrointestinaltrakt am höchsten (19,4 %), gefolgt von den hepatobiliären und Pankreaseingriffen (11,3 %). In der Literatur werden nach kolorektalen Operationen Wundinfektraten zwischen 8,7 und 32,2 % beschrieben (2831). Die Gesamtrate an A1-Wundinfekten betrug in der vorgelegten Studie 15,0 %. In früheren Studien in der elektiven Abdominalchirurgie wurden A1-Wundinfektraten zwischen 9,8 und 13,4 % ermittelt (19, 20).

Die relativ hohe Wundinfektrate unserer Studie kann durch folgende Punkte erklärt werden. Zunächst wurden durch die zusätzliche Beurteilung der Wunden durch einen unabhängigen Wundexperten Wundinfekte klassifiziert, die im klinischen Alltag wahrscheinlich nicht als solche gewertet worden wären. Wenn beispielsweise ein Wundinfekt lediglich kurzzeitig lokal antiseptisch behandelt wurde, wäre er außerhalb der Studie nicht sicher entsprechend erfasst worden. Zweitens begründet der Nachbeobachtungszeitraum von 30 Tagen eine höhere Anzahl dokumentierter Wundinfekte, die andernfalls nach bereits erfolgter Entlassung der Patienten aus der stationären Behandlung nicht bemerkt worden wären. Es wurden mehr als 80 % der A1-Wundinfekte erst nach Tag 10 diagnostiziert.

Auffällig waren die häufigen Wunddehiszenzen (15,1 %) nach Klammerentfernung am 10. postoperativen Tag, die zwar keinen Wundinfekt, aber dennoch eine Wundkomplikation darstellten. Wunddehiszenzen traten in der Nahtgruppe kaum auf (2,8 %). Betrachtet man jegliche Art von Wundkomplikation, also Infekte und Dehiszenzen, so wird ein Vorteil zugunsten der Intrakutannaht apparent: 23/141 Patienten (16,3 %) in der Nahtgruppe versus 42/139 Patienten (30,2 %) in der Klammergruppe (OR 0,45 [0,25; 0,80]; p = 0,006). Obwohl keine Nichtunterlegenheitsstudie durchgeführt wurde, sprechen die Ergebnisse der präsentierten Studie dafür, dass Intrakutannähte in der Chirurgie des Gastrointestinaltraktes gegenüber der Hautklammerung bezüglich der Wundinfektrate nicht nachteilig sind und bezüglich des Auftretens von Wunddehiszenzen Vorteile aufweisen können.

Als operative Risikofaktoren für einen erhöhten Anteil an Wundinfekten konnten in der multiplen Regression der chirurgische Zugang und die Länge der Hautinzision als Risikofaktoren ausgemacht werden. Bei der medianen Laparotomie wurde eine höhere Inzidenz von A1-Wundinfekten festgestellt als bei der queren Laparotomie (OR = 3,5). Die Länge der Hautinzision war im multiplen Regressionsmodell ebenfalls mit höheren A1-Wundinfektraten assoziiert. Intraoperativer Blutverlust und Kontamination zeigten keinen Einfluss auf die Wundinfektinzidenz. Die Dicke des subkutanen Fettgewebes ging in der univariaten Analyse häufiger mit A1-Wundinfekten einher. Die Studie bestätigte so die Ergebnisse frühere Datenerhebungen (32, 33).

Limitationen dieser Studie sind ihre monozentrische Durchführung. Die Studienteilnehmer mussten strenge Einschlusskriterien erfüllen, sodass über 750 Patienten gescreent wurden, um 286 zu randomisieren. Die Studie zeichnet eine standardisierte Patientenselektion und Durchführung der Intervention aus. Zudem war die Nachbeobachtung zu vier Zeitpunkten mit einer Fotodokumentation des Wundbefundes sehr genau.

Resümee

Der intrakutane Hautverschluss bietet keinen Vorteil hinsichtlich des Auftretens von oberflächlichen A1-Wundinfekten nach elektiven gastrointestinalen Eingriffen im Vergleich zu Hautklammern. Allerdings treten Wunddehiszenzen nach Intrakutannaht signifikant seltener auf. Die Autoren sind daher dazu übergangen, die Haut nach elektiven Eingriffen am Gastrointestinaltrakt mittels Intrakutannaht zu verschließen.

Danksagung

Wir danken sehr herzlich allen unseren Patientinnen und Patienten, die an der Studie teilgenommen haben. Weiterhin möchten wir uns für die finanzielle Unterstützung der Studie im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen dem Universitätsklinikum Gießen & Marburg GmbH und der Philipps-Universität Marburg bedanken.

Registrierung

Studienregistrierungsnummer: DRKS 00004542

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 3. 1. 2019, revidierte Fassung angenommen: 15. 4. 2019

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Elisabeth Maurer

Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg

Baldingerstrasse, 35043 Marburg

maurere@med.uni-marburg.de

Zitierweise
Maurer E, Reuss A, Maschuw K, Aminossadati B, Neubert T, Schade-Brittinger C, Bartsch DK: Superficial surgical site infection following the use of intracutaneous sutures versus staples—a randomized single-center trial in an elective gastrointestinal surgery setting.
Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 365–71. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0365

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

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Koordinationszentrum für Klinische Studien (KKS) der Philipps-Universität Marburg, Marburg; Alexander Reuss, Behnaz Aminossadati, Carmen Schade-Brittinger
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Grafik
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Definitionen für nosokomiale Infektionen: postoperative Wundinfektionen*
Definitionen für nosokomiale Infektionen: postoperative Wundinfektionen*
Tabelle 1
Definitionen für nosokomiale Infektionen: postoperative Wundinfektionen*
Demografische und klinische Patientencharakteristika
Demografische und klinische Patientencharakteristika
Tabelle 2
Demografische und klinische Patientencharakteristika
Rate an A1-Wundinfekten innerhalb der nach Eingriffsort definierten Untergruppen
Rate an A1-Wundinfekten innerhalb der nach Eingriffsort definierten Untergruppen
Tabelle 3
Rate an A1-Wundinfekten innerhalb der nach Eingriffsort definierten Untergruppen
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