ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2000H1-Antagonist Mizolastin: Unterstützung bei Hyposensibilisierung

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H1-Antagonist Mizolastin: Unterstützung bei Hyposensibilisierung

Dtsch Arztebl 2000; 97(1-2): A-52 / B-44 / C-44

Petersen, Ursula

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LNSLNS Der seit gut einem Jahr in Deutschland zur Verfügung stehende H1-Antagonist Mizolastin zeichnet sich nicht nur durch einen antihistaminergen Effekt aus, sondern er zeigt darüber hinaus antientzündliche Wirkung aufgrund einer Hemmung der Leukotriensynthese. Mit dem Benzimidazol-Derivat Mizolastin sei eine wichtige Erweiterung des Therapieschemas "chronische Urtikaria" erfolgt, betonte Dr. Markus Ollert (München) bei einem Seminar des Unternehmens Synthelabo im Rahmen der 40. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Hamburg.
Mizolastin (Mizollen®, Synthelabo, und Zolim®, Schwarz Pharma) hat eine ausgeprägte Bremswirkung auf verschiedene Mediatoren der Allergie. Die Substanz blokkiert spezifisch und selektiv die peripheren H1Rezeptoren. Sie stabilisiert die Mastzellmembran, hemmt die Histaminfreisetzung und die Ausschüttung von Entzündungsmediatoren aus den Mastzellen. Für das allergische Entzündungsgeschehen von maßgeblicher Bedeutung ist die Hemmung der Leukotriensynthese durch Mizolatin. Die verzögerte allergische Reaktion (SRSA) wird unterdrückt, was sich klinisch in einer anhaltend verminderten nasalen Obstruktion äußert. Eine topische Begleitmedikation kann häufig eingespart werden.
In Anwendungsbeobachtungen an mehr als 20 000 Patienten zeigte sich nach Mizolastingabe eine rasche Besserung aller Symptome der allergischen saisonalen und perennialen Rhinokonjunktivitis. Vorteilhaft ist der rasche Wirkungseintritt der sehr gut verträglichen Substanz, die mit der Einmalgabe einer Filmtablette von 10 mg eine gute Compliance ermöglicht.
In einer plazebokontrollierten Doppelblindstudie konnte nachgewiesen werden, dass eine prophylaktische antihistaminerge Behandlung mit Mizolastin beitragen kann, lokale und systemische Nebenwirkungen einer Hyposensibilisierungstherapie zu reduzieren, ohne dass dabei allergische Reaktionen durch das Antihistaminikum maskiert werden. Schwellung, Rötung und Juckreiz an der Injektionsstelle wurden deutlich vermindert. Die Zahl der Studienabbrecher aufgrund systemischer Nebenwirkungen der Hyposensibilisierung war in der vorbehandelten Gruppe gegenüber der Plazebogruppe signifikant geringer. Ursula Petersen
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