ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019James Nagarajah: Talentierter Nachwuchsforscher

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James Nagarajah: Talentierter Nachwuchsforscher

Richter-Kuhlmann, Eva

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James Nagarajah, Foto: Klüh
James Nagarajah, Foto: Klüh

Als „Ausnahmeforscher“ wird Prof. Dr. med. James Nagarajah (43) bezeichnet. Von anderen Nachwuchswissenschaftlern hebe er sich durch seine ausgeprägte wissenschaftliche Neugier und hohe Begeisterungsfähigkeit ab, hieß es Anfang Mai in Düsseldorf bei der Verleihung des mit 25 000 Euro dotierten Preises der Klüh Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung.

Nagarajah erhielt die Auszeichnung für seine Forschungen zur Behandlung des radiojodrefraktären (RAIR) Schilddrüsenkarzinoms. Er habe ein neues Kapitel in der Behandlung des früher regelmäßig zum Tode des Patienten führenden Karzinoms aufgeschlagen, betonte Laudator Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Während das Schilddrüsenkarzinom mit Radiojod behandelt wird, verlieren 75 Prozent der Metastasen die Eigenschaft, das Jod aufzunehmen, und entziehen sich somit dieser Therapie. Nagarajah konnte in präklinischen Studien die treibenden Mechanismen der Jodnegativität der RAIR-Metastasen identifizieren und Wege finden, diese Mechanismen zu manipulieren, sodass auch diese Tumore erfolgreich behandelt werden können.

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Aufmerksamkeit erregte der Forscher, der derzeit am Universitätsklinikum Essen sowie am Radboud Universitätsklinikum in Nimwegen lehrt, bereits früh: Nach Deutschland kam der gebürtige Sri Lanker als Zehnjähriger, absolvierte sein Abitur als Jahrgangsbester und wurde während seines Medizinstudiums Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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