ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019Randnotiz: Herzlich willkommen
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Seit Jahresbeginn gelten für Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie und Unfallchirurgie vom Gesetzgeber neu geschaffene Pflegepersonaluntergrenzen. Diese Vorgaben dürften – egal, wie man sie fachlich bewertet – zu einem härteren Kampf um Pflegekräfte beigetragen haben. Aktuell bieten manche Kliniken sogar hohe Geldprämien, um Fachkräfte von anderen Häusern abzuwerben. So hat etwa Helios für das Herzzentrum Leipzig und das Helios Park-Klinikum eine neue Kampagne gestartet. „Unser Kasack steht dir besser. Sichere dir bis zu 8 000 Euro Willkommensprämie“, ist auf Plakaten im Großraum Leipzig zu lesen. Die Prämie in dieser Höhe gibt es für Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger „bei Einsatz auf Intensivstation und Nachweis der Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege beziehungsweise eines gleichwertigen Zertifikates mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung“, wie Helios online schreibt. Die Prämien variieren je nach Beruf und Qualifikation und gelten nicht nur für Pflegepersonal, sondern auch für medizinisch-technische Berufe. Die Willkommensprämien gibt es aber nur, wenn die Bewerber die letzten zwölf Monate nicht bei Helios beschäftigt gewesen sind und der Arbeitsvertrag bis zum 31. August 2019 unterschrieben vorliegt. Ob allein eine Prämie reicht, um Personal abzuwerben, ist zwar zu bezweifeln. Arbeitsbedingungen und andere Faktoren spielen ebenso eine Rolle bei der Arbeitsplatzauswahl. Aber klar ist: Kliniken und Vertragsärzte müssen jetzt noch mehr tun, um ihre Mitarbeiter zu halten. Bei Unzufriedenen könnte eine Geldprämie am Ende doch den Ausschlag für einen Arbeitsplatzwechsel geben.

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