ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019Krisengebiete: Hunderte Angriffe auf medizinisches Personal

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Krisengebiete: Hunderte Angriffe auf medizinisches Personal

Dtsch Arztebl 2019; 116(21): A-1042 / B-858 / C-846

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Alleine in Syrien hat es im vergangenen Jahr 257 Angriffe auf medizinische Einrichtungen gegeben. Foto: picture alliance
Alleine in Syrien hat es im vergangenen Jahr 257 Angriffe auf medizinische Einrichtungen gegeben. Foto: picture alliance

Medizinisches Personal und Gesundheitseinrichtungen wurden im vergangenen Jahr in Krisengebieten mindestens 973 Mal angegriffen. Das ist das Resultat einer internationalen Studie des Bündnisses Safeguarding Health in Conflict Coali-tion, wie die Hilfsorganisation Ärzte der Welt mitteilte. Mindestens 167 Gesundheitsmitarbeiter wurden dabei getötet und mindestens 710 verletzt, hieß es. Die gemeldete Gesamtzahl liegt laut Ärzte der Welt höher als im Vorjahresbericht, in dem 701 Fälle dokumentiert waren. Die Angriffe verstießen gegen internationales Recht und hätten weitreichende Folgen, betonte der Direktor von Ärzte der Welt Deutschland, Francois De Keersmaeker. Tod oder Vertreibung einer medizinischen Fachkraft könne den Tod von Hunderten oder gar Tausenden Patienten bedeuten. Dennoch greife Gewalt gegen Gesundheitspersonal in Krisengebieten „weiter ungestraft um sich“, so der Experte. Das müsse endlich aufhören. Das gefährlichste Land für medizinische Fachkräfte ist dem Bericht zufolge Syrien mit 257 Angriffen und 88 Toten. In Afghanistan kamen demnach 19 Menschen bei 98 Angriffen ums Leben. Neben Luftangriffen, Beschuss und Bombenanschlägen auf Gesundheitseinrichtungen werden den Angaben zufolge auch Entführungen und Vergewaltigung von medizinischen Helfern dokumentiert. kna

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