ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019Hygieneinitiative: Klinik-Qualitätssiegel zu multiresistenten Erregern

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Hygieneinitiative: Klinik-Qualitätssiegel zu multiresistenten Erregern

Dtsch Arztebl 2019; 116(21): A-1080 / B-888 / C-876

Hillienhof, Arne

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Ein neues Qualitätssiegel für Kliniken zum Thema „Multiresistente Erreger“ hat das Landeszentrum Gesundheit NRW vorgestellt. Es soll die Hygieneinitiative „Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger. Gemeinsam Gesundheit schützen“ der nordrhein-westfälischen (NRW-)Krankenhäuser ergänzen. Im Rahmen dieser Initiative informieren die Kliniken die Bevölkerung sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Themen multiresistente Erreger, Antibiotikaresistenzen und Infektionsschutz.

Die neuen Qualitätssiegel werden über die sogenannten MRE-Netzwerke vergeben. Von diesen regionalen Netzwerken zur Prävention von multiresistenten Erregern existieren in NRW im Augenblick 26. Sie vergeben das Qualitätssiegel an Krankenhäuser, die verschiedene festgelegte Ziele erfüllen. Laut der Krankenhausgesellschaft des Bundeslandes haben sich bislang 120 der 344 Kliniken des Bundeslandes verbindlich für den zweijährigen Prozess angemeldet, der Voraussetzung für den Erwerb des Siegels ist.

Grundsätzlich kann jedes Akutkrankenhaus, das Mitglied eines regionalen MRE-Netzwerks ist, das Qualitätssiegel erwerben. Voraussetzung ist das Erreichen von sieben Qualitätszielen, zu denen zum Beispiel das Hygienemanagement, die Händehygiene und ein Antibiotic Stewardship gehören. Jedes Ziel ist jeweils mit Punkten hinterlegt. Um das Siegel zu erlangen, müssen die Kliniken eine definierte Mindestpunktzahl erreichen.

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Das Siegel wurde von einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Gesundheitsämtern, MRE-Netzwerken und dem Landeszentrum Gesundheit NRW gemeinsam entwickelt. Darüber hinaus wurden die Qualitätsziele von Hygienefachkräften auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. hil

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