ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019Alkoholerkrankungen: Mit Nachbarn vergleichen
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Die Feststellung von Professor Munz bedarf dringend einer Ergänzung. In Baden-Württemberg, das Land, aus dem Professor Munz kommt, gibt es in jedem Landkreis einen kommunalen Suchtbeauftragten, zum Teil auch in den Städten. Es gibt weiterhin eine große Anzahl betrieblicher Suchtbeauftragter und Suchtbeauftragte in öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz in der Steuerverwaltung. Der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation (bwlv) betreibt in Baden-Württemberg Beratungsstellen in den meisten Landkreisen von Waldshut bis Mosbach. In diesen Fachstellen sind jeweils Präventionsbeauftragte angesiedelt, die vielfältige Angebote mit Schulen, Firmen und kommunalen Trägern durchführen. Einige der Angebote sind zum Teil bundesweit an-erkannt und prämiert worden.

Über die Landesstelle für Suchtfragen und über die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen kann man sich über das breite Präventionsangebot informieren. Leider waren die Stellen bei dem Symposium offensichtlich nicht vertreten. Schade.

Natürlich wäre es schön, wenn sich die Bundespsychotherapeutenkammer hier stärker engagieren würde und ihre Mitglieder in den kommunalen Koordinationskreisen für Suchtprävention vertreten wären. Auch eine finanzielle Beteiligung an verschiedenen Präventionsmaßnahmen wäre sicherlich hilfreich. Ein Vergleich mit Litauen wird sicher hinken. Ein Vergleich mit Frankreich, Spanien oder Italien zeigt, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland sehr vielfältige Präventionsmaßnahmen anbieten. Es wäre immer hilfreich, wenn man sich mit den direkten Nachbarn vergleichen würde.

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Dr. med. Harald R. Schuler, 76133 Karlsruhe

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