ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2019Hebammen: Gesundheitsfachkräfte können Ärzte nicht ersetzen

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Hebammen: Gesundheitsfachkräfte können Ärzte nicht ersetzen

Dtsch Arztebl 2019; 116(21): A-1041 / B-857 / C-845

Hillienhof, Arne; Maybaum, Thorsten

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Der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) hat die Regierungen der Staatengemeinschaft aufgerufen, den Ärztemangel ernst zu nehmen und mehr Mediziner auszubilden. „Eine Patienten-Arzt-Beziehung erfordert einen Arzt – nicht einen Ersatz oder einen Stellvertreter“, sagte der WMA-Vorsitzende und Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, auf einer Konferenz der WMA und der Israel Medical Association in Tel Aviv. Er übte deutliche Kritik an den Regierungen der Länder. „Anstatt die Zahl der Studierenden an den Universitäten und die Zahl der Ausbildungsplätze für die Spezialisierung zu erhöhen, entscheiden sie sich stattdessen für kostengünstigere Alternativen“, sagte er. Es sei aber ein Irrtum zu meinen, dass die Verlagerung von Aufgaben von Ärzten auf weniger spezialisiertes Gesundheitspersonal eine effizientere Nutzung der verfügbaren Humanressourcen ermöglichten. Montgomery betonte, der Zugang zu einem voll ausgebildeten Arzt sei ein grundlegendes Menschenrecht. Nur in Fällen, in denen es keinen Arzt gebe, könne es hilfreich sein, Pflegekräfte zu haben, um die Lücke so gut wie möglich zu schließen. Kritik kam von Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats. „Für das Menschenrecht auf eine gute Gesundheitsversorgung und Betreuung hat kein Beruf ein Monopol oder alleine die Antwort“, sagte er. Für diesen Anspruch dürfe es keine Grenzen und Übervorteilungen einzelner Professionen geben. Eine Versorgung ohne den Beitrag der Pflege greife zu kurz. hil/may

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