ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2019Paracelsus-Medaille 2019: Vorbildliche ärztliche Haltung

PARACELSUS-MEDAILLE

Paracelsus-Medaille 2019: Vorbildliche ärztliche Haltung

Dtsch Arztebl 2019; 116(22): A-1129 / B-929 / C-917

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Beim 122. Deutschen Ärztetag in Münster sind drei verdiente Persönlichkeiten mit der höchsten Auszeichnung der Ärzteschaft geehrt worden.

Vorder- und Rückseite der Paracelsus- Medaille
Vorder- und Rückseite der Paracelsus- Medaille

Der Arztberuf ist ein besonderer Beruf, denn er befasst sich mit einem für den Menschen existenziellen Gut – der Gesundheit. Dieser Ansicht war auch der Arzt und Gelehrte Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493–1541). Für ihn stand fest: Dem ärztlichen Handeln liegt eine besondere Motivation zugrunde. „Der höchste Grund ist die Liebe.“ So wird er auf der nach ihm benannten Paracelsus-Medaille zitiert.

Anzeige

Diese höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft wurde erstmals auf dem 56. Deutschen Ärztetag 1952 in Berlin vergeben. Damals erhielt unter anderem der prominente Arzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer die Ehrung. Mit der Auszeichnung würdigt die Bundes­ärzte­kammer Ärztinnen und Ärzte, die sich besondere Verdienste um das Gesundheitswesen, die Patientenversorgung, die ärztliche Selbstverwaltung sowie das Gemeinwohl erworben haben.

Dass die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft ausgerechnet nach Paracelsus benannt wurde, ist kein Zufall. Denn er war ein herausragender Gelehrter. Sein Wirken gilt als umfassend, er hat viele Aufzeichnungen über astrologische, philosophische und theologische Themen hinterlassen. Seine eigentliche Bedeutung liegt aber auf dem Gebiet der Medizin. Paracelsus vertrat eine neue Sichtweise der ärztlichen Heilkunde: weg vom Allgemeinen, von der Idee und von der Büchergelehrtheit hin zum Konkreten, zum Patienten. Er vertraute auf den Tatsachenbefund, nicht auf abstrakte Lehren von Autoritäten.

Im Rahmen des 122. Deutschen Ärztetags in Münster zeichnete Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages, drei verdiente Ärzte mit der Paracelsus-Medaille aus. Auf den folgenden Seiten befinden sich Porträts der ausgezeichneten Ärzte. Es handelt sich um Kurzfassungen der Laudationes, die anlässlich der Verleihung erstellt wurden.

Die ausführlichen Laudationes
im Internet:
www.aerzteblatt.de/paracelsus-medaille

Träger der Paracelsus-Medaille 2019

Armin Rost (76), ehemaliger Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des St.-Bonifatius-Hospitals in Lingen, hat die Ehrfurcht vor dem Leben zur Richtschnur seines medizinischen Handels gemacht – und in 20 Einsätzen bedürftige Menschen in den Armutsvierteln dieser Welt betreut. Foto: Bonifatius Hospital Lingen gGmbH
Armin Rost (76), ehemaliger Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des St.-Bonifatius-Hospitals in Lingen, hat die Ehrfurcht vor dem Leben zur Richtschnur seines medizinischen Handels gemacht – und in 20 Einsätzen bedürftige Menschen in den Armutsvierteln dieser Welt betreut. Foto: Bonifatius Hospital Lingen gGmbH
Ingo Flenker (72), früherer Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, engagierte sich über vier Jahrzehnte in der Berufsund Gesundheitspolitik und stieß zahlreiche Verbesserungen des Systems an: in der Krebsbehandlung ebenso wie im ärztlichen Berufsrecht und der Digitalisierung. Foto: Ärzteversorgung Westfalen-Lippe
Ingo Flenker (72), früherer Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, engagierte sich über vier Jahrzehnte in der Berufsund Gesundheitspolitik und stieß zahlreiche Verbesserungen des Systems an: in der Krebsbehandlung ebenso wie im ärztlichen Berufsrecht und der Digitalisierung. Foto: Ärzteversorgung Westfalen-Lippe
Marianne Elisabeth Koch (88), frühere niedergelassene Internistin und bis heute aktive Medizinjournalistin, vermittelt einem Millionenpublikum seit Jahrzehnten Gesundheitsthemen. Sie tritt für eine vertrauensvolle Patient-Arzt-Beziehung und die Stärkung der sprechenden Medizin ein. Foto: dpa
Marianne Elisabeth Koch (88), frühere niedergelassene Internistin und bis heute aktive Medizinjournalistin, vermittelt einem Millionenpublikum seit Jahrzehnten Gesundheitsthemen. Sie tritt für eine vertrauensvolle Patient-Arzt-Beziehung und die Stärkung der sprechenden Medizin ein. Foto: dpa

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema