ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2019Digitale Medizinprodukte: Zur Bewertung sind schnellere Verfahren nötig

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Digitale Medizinprodukte: Zur Bewertung sind schnellere Verfahren nötig

Dtsch Arztebl 2019; 116(22): A-1087 / B-895 / C-883

Hillienhof, Arne

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Die Arbeitsgruppe Digitalisierung und E-Health der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und Gestaltung (GVG) hat in einem neuem Positionspapier umrissen, wie digitale Innovationen in die medizinische Versorgung gelangen können – und wie sich dieser Prozess verbessern lässt. An dem Papier haben neben zahlreichen Krankenkassen auch die Bundes­ärzte­kammer, der Marburger Bund, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Ärztekammer Nordrhein mitgearbeitet. Nach Ansicht der Autoren müssen digitale Medizinprodukte wie andere Medizinprodukte ihren klinischen Nutzen nach anerkannten, wissenschaftlichen Standards nachweisen. Problematisch sei allerdings, dass der Fortschritt bei den digitalen Anwendungen sehr schnell und die herkömmliche Nutzenbewertung für diese hohe Entwicklungsdynamik zu langsam vonstatten gehe. Daher schlagen die Autoren des Positionspapiers vor, schnellere und geeignetere Bewertungs- und Zugangswege zu suchen, um einen Nutzen nachzuweisen. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss solle die Bewertungsregeln für einen Zugang von digitalen Innovationen in die Regelversorgung definieren. Kritik üben die Autoren an einer mangelnden Transparenz über das Angebot an digitalen Gesundheitsanwendungen. Sie regen an, dass eine unabhängige Transparenzstelle ein öffentlich zugängliches Verzeichnis der digitalen Medizinprodukte führt, das eine strukturierte Suche nach verschiedenen Kriterien zulässt. hil

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