ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2019Medikationsplan: Referenzdatenbank geplant

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Medikationsplan: Referenzdatenbank geplant

Dtsch Arztebl 2019; 116(22): A-1088 / B-896 / C-884

Maybaum, Thorsten

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Auf einen Medikationsplan haben Versicherte Anspruch, die gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden. Foto: Eva-Katalin/iStock
Auf einen Medikationsplan haben Versicherte Anspruch, die gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden. Foto: Eva-Katalin/iStock

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) will den Medikationsplan bundesweit vereinheitlichen und mit einer Referenzdatenbank hinterlegen. Das geht aus einer Ergänzung zum Digitale-Versorgung-Gesetz hervor, die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, und die noch in den Referentenentwurf eingefügt werden soll. In der Referenzdatenbank müssen demnach die Angaben für Wirkstoffe, Darreichungsformen und Wirkstärken angegeben sein. Diese sollen sich laut Ergänzung mit den Zulassungen, der Registrierung und den Genehmigungen für das Inverkehrbringen der jeweiligen Arzneimittel in Einklang befinden. Darüber hinaus seien die Schreibweisen der Bezeichnungen „im Benehmen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu vereinheitlichen und patientenverständlich zu gestalten, sodass Verwechslungen ausgeschlossen sind“. Vor der erstmaligen Bereitstellung der Daten sei zudem das „Benehmen mit der für die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildeten maßgeblichen Spitzenorganisationen der pharmazeutischen Unternehmer herzustellen“. Die Datenbank soll der Ergänzung zufolge „regelmäßig, mindestens jedoch 14-tägig“ aktualisiert werden. Vorgesehen ist auch, dass der Betreiber der Referenzdatenbank für die gewerbs- oder berufsmäßige Nutzung „kostendeckende Entgelte“ verlangen darf. Auf die Kosten dazu geht der Antrag nicht näher ein. may

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