ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2019Blutspenden: Künftig auch Testung auf Hepatitis E

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Blutspenden: Künftig auch Testung auf Hepatitis E

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Bislang werden Blutspenden flächendeckend unter anderem auf das HI-Virus, auf Hepatitis B und Hepatitis C getestet. Foto: picture alliance
Bislang werden Blutspenden flächendeckend unter anderem auf das HI-Virus, auf Hepatitis B und Hepatitis C getestet. Foto: picture alliance

Blutspenden in Deutschland werden künftig auch auf eine mögliche Hepatitis-E-Infektion getestet. Für Blutkomponenten zur Transfusion und Stammzellzubereitungen aus Nabelschnurblut zur Wiederherstellung des Knochenmarks soll das mit dem Jahresbeginn 2020 gelten. Therapeutisches Frischplasma muss ab 2021 auf Hepatitis E getestet werden. Als Grund für den zusätzlichen Test nannte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen „einzelne Übertragungsfälle“ von Hepatitis E in den vergangenen Jahren. So seien der Behörde zwischen 2013 und 2015 in mindestens sieben Fällen transfusionsbedingte Infektionen mit Hepatitis-E-Viren (HEV) bestätigt worden. Zudem nahm die Zahl der an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten HEV-Infektionen in den vergangenen Jahren deutlich zu. Wurden 2016 knapp 2 000 Fälle in Deutschland registriert, waren dies 2017 bereits mehr als 2 900 HEV-Infektionen und 2018 rund 3 400. Bis Ende April dieses Jahres wurden bereits rund 1 160 Fälle gemeldet. Dies kann den Experten zufolge zumindest teilweise auf eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber HEV hindeuten. Es könne aber zugleich bedeuten, dass diese Infektionen auch im Blutspendewesen „eine zunehmende Bedeutung“ bekommen. afp

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