ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2019Neubauprojekt: Standortwahl für Medizincampus getroffen

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Neubauprojekt: Standortwahl für Medizincampus getroffen

Dtsch Arztebl 2019; 116(22): A-1119 / B-919 / C-907

dpa

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Nach der Entscheidung für einen Neubau der maroden Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) für rund eine Milliarde Euro ist nun auch die Standortwahl getroffen. Der Neubau soll in der Nähe des bisherigen Klinikkomplexes auf einem 16 Hektar großen Kleingartengelände errichtet werden, wie die Landesregierung sowie die Stadt Hannover kürzlich mitteilten.

Die Bauzeit für die dringend benötigten Neubauten, die abschnittsweise als geschlossene Einheit errichtet werden sollen, sei dort kürzer als auf einer nahe gelegenen Alternativfläche. Durch die räumliche Trennung von der bestehenden Klinik sollen Behinderungen durch die Arbeiten gering bleiben.

Die Landesregierung will auch die Universitätsmedizin Göttingen sanieren. Insgesamt sollen rund 2,1 Milliarden Euro in die Hochschulmedizin an beiden niedersächsischen Standorten fließen. Ein Sondervermögen von 600 Millionen Euro wurde bereits aufgelegt.

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Damit könne nach der Standortentscheidung der Neubau der MHH nun zügig angegangen werden, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Die Fertigstellung des neuen Medizincampus wird nach einem bereits im vergangenen Jahr vorgelegten Sachverständigenbericht sieben bis zehn Jahre dauern.

Sowohl in Hannover als auch in Göttingen steht ein konkreter Baubeginn nach Angaben des Wissenschaftsministerium noch nicht fest. Der Wunsch sei allerdings, die Arbeiten noch in dieser Legislaturperiode binnen gut drei Jahren zu beginnen. In Göttingen soll der Klinikneubau anders als in Hannover nicht auf einem neuen Grundstück, sondern auf dem bestehenden Campus errichtet werden.

Die MHH sieht in dem Klinikneubau die Möglichkeit einer Neuorientierung ihrer Universitätsmedizin hin zu einem Wissenscampus und zu einer der modernsten Universitätskliniken Europas. dpa

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