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Kulturkalender: Sinnlicher Genuss

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN

8. Juni bis 8. September:

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Food for the Eyes

Die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist lebensnotwendig und hat für unsere Gesundheit herausragende Bedeutung. Lebensmittel spielen aber auch in vielen weiteren Kontexten eine Rolle, etwa im Hinblick auf kulturelle Identitäten und familiäre Rituale, als Genussfaktor oder „Ersatzreligion“ zur Selbstoptimierung. In drei Kapiteln („Stillleben“, „Around the Table“ und „Playing with Food“) beleuchtet die Schau die Darstellung des Essens in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte und deren Beeinflussung durch die Malerei. Namhafte Künstler wie Nan Goldin, Irving Penn, Martha Rosler, Cindy Sherman und Wolfgang Tillmans sind vertreten.

C/O Berlin, Amerika Haus, Hardenbergstr. 22–24, tgl. 11–20 Uhr

BREMEN

22. Juni bis 29. September:

Karin Kneffel. Still

1996 malte Karin Kneffel ihre 200 x 200 Zentimeter messenden roten Äpfel (hier als Ausschnitt). Das Bild gehört zu ihrem Frühwerk, in dem die Künstlerin (*1957) überdimensionierte Früchte in schwelgerischer Schönheit und Tiere in winzigem Maßstab darstellte. Aktuell beschäftigt sich die ehemalige Meisterschülerin von Gerhard Richter, die als Professorin Malerei lehrt, in ihrer Kunst mit komplexen Raum- und Zeitschichtungen. Die Retrospektive umfasst Gemälde und grafische Arbeiten. Sie ist im Anschluss im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu Gast.

Kunsthalle Bremen, Am Wall 207,

Mi.–So. 10–17, Di. 10–21 Uhr

DRESDEN

14. Juni bis 15. September:

Rembrandts Strich

Als Zeichner und Druckgrafiker war Rembrandt ebenso genial und unkonventionell wie als Maler. Davon zeugen rund 100 Arbeiten aus allen Schaffensperioden, die seine große technische Expertise und Vielfalt im Gebrauch grafischer Techniken vorführen. Als „Künstlerkünstler“ inspirierte er nachfolgende Generationen, etwa Francisco de Goya, Lovis Corinth, Pablo Picasso und Marlene Dumas, von denen 50 weitere Exponate zu sehen sind. Absolut fesselnd!

Kupferstich-Kabinett, Taschenberg 2,

Mi.–Mo.10–18 Uhr (Di. geschlossen)

KÖLN

7. Juni bis 22. September:

Benjamin Katz

Der Fotograf Benjamin Katz verbrachte 1960/61, als er an Tuberkulose erkrankt war, anderthalb Jahre im Krankenhaus Havelhöhe Berlin und fotografierte den Alltag von Patienten und deren Umgebung. Dabei entstand seine berühmte, 318 Aufnahmen umfassende Fotoserie „Berlin Havelhöhe“, die das Museum Ludwig kürzlich erwarb und aus Anlass des 80. Geburtstags von Katz jetzt präsentiert: Ausgestellt sind 45 großformatige Abzüge sowie die weiteren Bilder der Reihe als kleine Vintageprints.

Museum Ludwig, Heinrch-Böll-Platz,

Di.–So. 10–18, 1. Do. im Monat 10–22 Uhr

© KrebsStiftung NRW
© KrebsStiftung NRW

ÄRZTEKONZERT IN ESSEN

7. Juli 2019, 19 Uhr:

„Musik hilft heilen“

Das „European Doctors Orchestra“, in dem 100 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Europa auf höchstem Niveau für wohltätige medizinische Zwecke musizieren, tritt am 7. Juli um 19 Uhr mit einem attraktiven Programm in Essen auf: Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre „Die Hebriden“, op. 26, Rachmaninows Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2, c-moll op. 18 sowie Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Das renommierte Ensemble studiert zweimal im Jahr mit einem prominenten Dirigenten und einem renommierten Solisten ein Sinfoniekonzert ein. Der Erlös geht diesmal an die Krebsstiftung NRW.

Philharmonie Essen, Huyssenallee 53, weitere Infos + Karten online (20–35 €): www.edo2019essen.de

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Pionier der Leber- und Nierenheilkunde

© Reproduktion: Günter Josef Radig
© Reproduktion: Günter Josef Radig

Aus Anlass seines 200. Geburtstages widmet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin dem Internisten, Pathologen und Universitätslehrer Friedrich Theodor von Frerichs (1819–1885) eine Ausstellung im Berliner Medizinhistorischen Museum. Frerichs (Bild), der zu seiner Zeit als Nestor der Inneren Medizin in Deutschland galt, war vor allem durch seine Pionierarbeiten auf dem Gebiet des Stoffwechsels bei Leber- und Nierenkrankheiten sowie Diabetes renommiert, genoss aber auch als Neurologe hohes Ansehen. Zeitlebens setzte er sich für eine naturwissenschaftliche Orientierung der Medizin und die Einheit der Inneren Medizin ein. In Berlin leitete er von 1859 an die Medizinische Klinik der Charité. Sein früher Tod mit 66 Jahren, ob durch Opiate oder Schlaganfall, ist Gegenstand unterschiedlicher Überlieferungen.

„Friedrich Theodor von Frerichs (1819–1885). Ein Berliner Internist“, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, Charitéplatz 1, Berlin, Di.–So. 10–17, Mi./Sa. 10–19 Uhr (7. Juni bis 20. Oktober).

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