ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2019Antibiotika: Einsatz in der Tierzucht nur teilweise zurückgegangen

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Antibiotika: Einsatz in der Tierzucht nur teilweise zurückgegangen

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In der Geflügelzucht werden immer noch viele Reserveantibiotika eingesetzt. Foto: dpa
In der Geflügelzucht werden immer noch viele Reserveantibiotika eingesetzt. Foto: dpa

Die Reform des Arzneimittelgesetzes vor fünf Jahren hat den Einsatz von Antibiotika in den deutschen Ställen nur zum Teil verringern können. In der Geflügelaufzucht werden für Menschen wichtige Wirkstoffe weiterhin in großer Menge eingesetzt, wie ein Evaluierungsbericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) zeigt. Demzufolge ging der Antibiotikaeinsatz bei Schweinen und Ferkeln vom zweiten Halbjahr 2014 bis zum zweiten Halbjahr 2017 um mehr als 40 Prozent zurück – von knapp über 200 Tonnen auf rund 112 Tonnen. Bei Hühnern und Puten sowie bei Kälbern blieben die verabreichten Mengen hingegen fast unverändert. Rund 40 Prozent der beim Geflügel eingesetzten Menge an Antibiotika gehören zu den Reserveantibiotika. Das BMEL verwies darauf, dass der Report vor der Verabschiedung im Kabinett nicht veröffentlicht werde. Damit sei im Juni zu rechnen. Man werde „gegebenenfalls gesetzgeberische Schlussfolgerungen ziehen“. afp

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